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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 9. April 2013

Sprechende Bilder: Paganismus - was es ist und was nicht



Jeden Leser, der sich nicht selbst der großen Überordnung der neuen Heiden zugehörig fühlt, wird sicherlich brennend interessieren, was Paganismus nun eigentlich sein soll. Die katholische Kirche hat sich in ihrer finsteren Aufstiegszeit zu einer großen Religion des Bösen, was gleich noch mit der Neuschöpfung des Teufels und fragwürdigen Umdeutungen von Begriffen wie "Liebe", schließlich auch im wahrsten Sinne des Wortes brennend interessiert und es gibt mit Sicherheit auch noch heute so einige unter ihnen und ihren blindgläubigen Angängern, die sich diese alten Zeiten zurück und Folter für uns herbeiwünschten... Doch kommen wir zum eigentlichen Thema:

Was ist Paganismus?
Nach meiner persönlichen Definition, mit der ich vielleicht nicht für alle spreche (und ich will mir sowas auch nie anmaßen!), ist Paganismus das aktive und wandelbare Leben mit den Göttern, Geistern, Tieren (wozu ich selbstverständlich auch die Menschen zähle), Pflanzen, jedem Stein und der Erde, auf der wir leben. Wir leben allesamt für und von diesem Planten und müssen ihm und allen Wesen, deren Schutzbefohlene wir sind, geben, sie innig lieben und pflegen, damit auch wir in Zukunft an ihm teilhaben können. Heiden brauchen keine Bevormundung, niemanden, der für sie alle spricht, keine Dogmen, keinen Glauben an etwas das nie greifbar ist, keinen Kannibalismus, keinen Sündenbock, keine aufgezwungenen Schuldgefühle oder andere psychologische Tricks! Wir leben natürlich und so wie wir sind! In der Natur ist es allgegenwärtig, dass Wesen die unterschiedlichsten sexuellen Ausrichtungen haben und das ist gut so! Heiden werden geboren, Christen müssen künstlich erzeugt und ewiger subtiler Tortur unterzogen werden, um Teil ihrer eigenen "Nächsten" zu sein. Um es bildlich zu sagen: Das ist es, was ein Bioprodukt an Mensch von großindustriell erzeugten und chemisch versetzen Menschen unterscheidet. Doch dem nicht genug: Paganismus entsteht und lebt aus der Natur und Realität der Dinge heraus und hat damit rein gar nichts mit Glauben zu tun. Oder glaubst du vielleicht an deinen Nachbarn, deinen besten Freund oder deinen Briefträger?! 
Ich bin auch der Meinung, dass man den Begriff Religion als "Gottesfurcht" ohnehin nur auf die abrahamitischen Religionen beziehen kann und dass es in offiziellen Unterlagen neben der Sparte "Religion" eine gesonderte Überschrift "Spiritualität" geben sollte, in was die diversen paganen Strömungen gehören würden. Kein Heide muss Angst vor einem rachsüchtigen Patriarchen haben, der sich wie ein kleines, aber überaus gewalttätiges Kind verhält, wenn diesem etwas nicht passt. Wer kann so einen, der sich wohl selbst zum "Gott" ernannt hat, denn überhaupt ernst nehmen?!
Genau wie unsere Götter, so haben auch wir Ehre, Verantwortung gegenüber unseren Geschwistern in der Natur, Herz und Verstand. Und mit diesen Eigenschaften arbeiten wir an einer besseren, gesunden und lebendigen Zukunft und kämpfen gegen Ungerechtigkeiten, Lügen, sowie sonstige Mülldeponien in den Herzen.
Mit Verlaub, scheißen wir auf die, die diesen Unrat in der Seele und auf der Zunge tragen! Dann kann wenigstens neues Grün darauf gedeihen...