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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 5. September 2012

Sprechende Bilder: Ein Gespenst zeigt sein wahres Gesicht



Tiefstes Elend steht auf dem bis zur Unkenntlichkeit gezeichneten Antlitz von Jesus Christus geschrieben, als hätten seine Torturen bis heute Bestand... moment... das haben sie auch etwa zu den Passionsfesten oder zum kannibalistischen Akt des letzten Abendmahles... vielleicht ist es das wahre Gesicht des Jesus Christus, das der spanischen Amateur-Restauratorin Cecilia Gimenez, einer sympathischen alten Dame aus Borja, eingegeben worden ist... für eine breite Weltöffentlichkeit ist es das, ob nun im gotteslästerlichen Spaße, in Sympathie der Sache oder aus ernsthaften Gründen. Realistische Gründe für solch ein wahres Aussehen des größten Opferlammes gäbe es viele... auf jeden Fall gab es mit Sicherheit noch nie eine Darstellung des sogenannten "Heilandes", der vor Erfüllung seines Erlösungsauftrages starb, das mehr Mitleid oder auch Mitgelächter ausgelöst hätte. 
Allgemein ist es schon ziemlich blöd, wenn der prophezeihte "Erlöser" nicht zum Zuge kommt, ja einfach nichts außergewöhnliches passiert... In dieser Zeit wurden viele Verbrecher an den Wegen gekreuzigt, um die Ordnung im römisch besetzten Gebiet herzustellen und abschreckende Bilder zu bieten, die so schnell niemand vergisst. Kein Wunder, dass dieses "Ereignis" in keinen der damaligen bürokratischen oder gar historischen Dokumente verzeichnet ist. Doch anstatt zuzugeben, dass die ganze Sache mächtig schief gelaufen und keine Verbesserung eingetreten ist, musste irgendwas her, was diesen schmächlichen, unehrenhaften Tod rechtfertigt. Und da mussten natürlich die angeblichen "Sünden" für herhalten, die dadurch entstehen, dass man "Gott" nicht genügt, nicht in seinem Sinne handelt, ihm nicht gefällt... wobei diesem Oberfolterknecht zu gefallen schon mal ein Ding der Unmöglichkeit ist! Nun plötzlich soll er aber trotzdem ein paar dieser Übertretungen seines Willens verzeihen können, weil ja Jesus gestorben ist, obwohl er vorher nie etwas verziehen hatte... ganz im Gegenteil: Über Generationen hat er kleine Vergehen bestraft!!! Ganz egal, dass Unschuldige getroffen werden... 
Ich denke mir bei sowas nur: Was ist das bitte für eine sinnlose Aktion?! Schön und gut, dass er gestorben ist... aber da muss er schon irgendwie selber Schuld dran sein. Schließlich ist Kreuzigen eine Strafe für nicht gerade kleine Verbrechen gewesen. Warum soll jetzt auf einmal der ganzen Welt indirekt die Schuld für dessen Tod aufgeladen werden?! Natürlich nur als psychologischen Trick, um Anhänger zu gewinnen! Und da über die Vorgeschichte des Jesus Christus so gut wie nichts bekannt war, hat Paulus in Tarsos die Lücken einfach mal mit schönen Passagen aus fremden Mythologien (z.B. Mitraskult, Asklepios und Serapis [= Osiris-Apis]) gefüllt... wer auf die Sache mit dem Sterben für fremde Sünden reinfällt, dem wird schon auch das nicht auffallen. Und sogar die angebliche "Jesus"-Philosophie haben wir komplett den alten Griechen zu verdanken (Neuplatonisch). Also ist im Endeffekt alles Positive der Bibel gestohlenes heidnisches Gut.
Doch sollte trotz allem doch etwas an der Jungfrauengeburt (Partenogenese) durch Maria dran sein, dann war Jesus Christus ganz sicher wie ein weiblicher Klon seiner Mutter oder hatte starke Missbildungen, wo wir wieder beim Titelbild wären... hoffentlich bleibt ihr alle von diesem Gespenst verschont!

PS: Wie man in den Kommentaren lesen kann, offenbart hier nicht nur der unheimliche bleiche Hirte (obwohl er ursprünglich eigentlich alles andere als bleich gewesen sein dürfte!) sein wahres Gesicht, sondern auch ein kleines Christenschäfchen einer der zahlreichen Endzeitkirchen. Falls ihr es euch wirklich antun wollt, dann haltet euch fest und sorgt mit einem Notarzt vor, der euch vor einem Tod durch übermäßiges Lachen bewahrt.



Bild:

Anspielung auf die durch Cecilia Gimenez "restaurierte" Version des "Ecce Homo" von  Elias Garcia Martin


Quellen:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/misslungene-restaurierung-der-malerei-ecce-homo-in-spanischer-kirche-a-851550.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-32005082.html