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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 26. April 2016

Das Schicksalsgeflecht



Ein paar metaphysische Gedanken vorab

Alle Taten haben Folgen. 
Ein Teil dieser Folgen ist direkt beabsichtigt.
Doch wenn mehr Energien aufgewandt werden, um exakt das zu erreichen, was es intentionell zu erreichen galt, verbleibt ein nicht unerheblicher Rest an Energien. 
Energien verschwinden nicht einfach.
Sie übertragen und wandeln sich, bis ihr Potential vollständig gebunden ist.
Selbst jeder Gedanke, jedes Gefühl sendet Energien aus, die Reaktionen und Tatfolgen erzeugen, auch wenn wir sie nicht unmittelbar wahrnehmen.
Die eigenen Taten beeinflussen die Taten anderer Wesen, die wiederum neue Energien mit allem aussenden, was sie tun.
Im Laufe der Zeit bildet sich daraus ein dichtes Geflecht, ein Netz aus energetischen Verbindungen.


Die Gleichförmigkeit des Okkulten und das Schicksalsgeflecht 
Der Theorie Hans Benders entsprechend, zeigte sich mir in den letzten Tagen und Wochen wieder einmal, dass hinter den Aufzeichnungen, Mythen und Erfahrungen voneinander unabhängig existierender Völker unterschiedlicher Zeiten objektive Wahrheit steht: Was haben die Kemeten, Germanen und Buddhisten gemeinsam? Zum Beispiel die Beschreibung eines Schicksalsnetzes.

Schon vor Jahren hatte ich mich mit dem germanischen Begriff des Wyrd beschäftigt, dem durch die Nornen gesponnenen Schicksal, das vor allem in angelsächsischen Quellen zu finden ist. Scheinbar unausweichlich sind die Menschen dabei in einem subtilen Netz gefangen. In den letzten Wochen habe ich durch intensive meditative Arbeit im Zuge eines experimentellen direkten Erfahrens buddhistischer Lehren, eine sehr vergleichbare Erfahrung gemacht. Ich erlerne unter Zuhilfenahme von Techniken aus Michael Harners Core-Schamanismus von meinen Boddhisattva-Geistlehrern den Erlösungsweg des Buddha. Eine Technik, die mir dazu gegeben wurde, ist die Höhlenmeditation des Vajrapani. Als ich stehend beim Warten auf den Bus mit dieser Technik meditierte, begann ich plötzlich die Dinge zu sehen, wie sie in Wirklichkeit sind... Alle Menschen um mich waren dicht verwoben in ein Netz goldener Energiefäden. Ich sah, dass die Menschen aus Ihrem Inneren an einem Punkt in der Körpermitte (Solarplexus) leuchten. Doch meist war ihr Schein unterbrochen und unregelmäßig. Ein dreckiges Gelb strahlte am Häufigsten, dann Grün, hier mal ein leuchtendes Rot und sonst ein dunkles Blau. Ich schaute weiter und sah die Fäden von den Licht weiterlaufen und in dunklen Ecken und Winkeln enden, wo sich viele insektenartige Arme bewegten. Wie Spinnen lauerten die Dämonen und hielten die Schicksale der Menschen fest in ihren Händen. Nur ich allein, stand dazwischen, ohne selbst gefangen zu sein. Ich hörte Vajrapani zu mir sprechen: "Das ist das Werk des Mara." 
Ich habe damit selbst die Dämonen des Versuchers Mara auf frischer Tat gesehen, wie sie die Menschen an diese Welt binden. Sie unterbinden geistige Bewegung, positive Veränderungen und terminieren die meisten kommenden Taten. Die meisten Menschen sind somit auch ganz subtil im System gefangen.
Als ich den Artikel von Edward Butler im Buch "Sekhmet - When the Lion Roars" von Galina Krasskova las, erkannte ich eine weitere Synchronizität. Butler schreibt dabei über  den altägyptischen Begriff "iadet" im Bezug auf die löwengestaltige Göttin. Er übersetzt den Begriff als "Pestilenz" und "Netz", was mich wieder gedanklich zum Schicksalsnetz führt. Die alten Kemeten führten in ihren Jenseitsbeschreibungen ein solches Netz an, in dem sie fürchteten wie ein Fisch gefangen und von Dämonen verschlungen zu werden. Sechmet tritt dabei als mütterliche Retterin aus diesem Netz auf. Genau wie Hathor, ist also auch Sechmet eng mit dem Schicksalsglauben und den dahinterstehenden realen Erfahrungen verbunden.


Lösungsansätze
So ist insgesamt festzustellen, dass drei unterschiedliche Völker mit unterschiedlichen Göttern und Erlösungshelfern eine objektiv erfahrbare Wahrheit erkannt haben.
Als Helfer, um sich von einem bösen Schicksal zu lösen kenne ich durch meine schamagische und polytheistische Arbeit aus dem Germanischen die Nornen Urd, Skuld und Verdandi, sowie Hel, zu der ich als "Holle", bzw. "Hul" auch eine sehr enge Verbindung pflege. Holle kann man auch ohne schamagisches Können Opfergaben (wie Brot und Wein) unter einen Holunderbusch darbringen und einen Zettel mit der Bitte um Heilung oder Abwendung von Unheil hinterlassen. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Intention und er Wille klar und deutlich sind. Natürlich kann man so ein Ritual individuell noch weiter ausbauen, um das Ganze effektiver und auch schöner zu gestalten.
Im Buddhismus geht das Ziel noch viel weiter. Hier ist man vor allem selbst als Befreier vom Schicksalsgeflecht gefragt, indem man in Achtsamkeit und Konzentration einen dem Buddha ähnlichen Erlösungsweg geht. Wenn man viel Wert auf individuelle Selbstbestimmung legt, sollte man etwas vorsichtig sein, wenn mit den Boddhisattvas und Buddha selbst arbeitet, da sie dazu neigen einen nicht nur belehren, sondern auch nach ihren Vorstellungen formen zu wollen, wie ich selbst feststellen musste. Die nötigen Techniken sind jedoch auch ohne die Boddhisattvas erlern- und praktizierbar.
Im Kemetismus gibt es offensichtlich ein Konzept, das zwischen dem Germanischen und Buddhistischen einzuordnen ist. Es geht im Leben erstmal nur darum, sich von Isfet, Unglück und Pestilenz zu lösen. Für das Nachleben ist es dann jedoch wichtig sich aus allen Veflechtungen des Iadet-Netzes zu befreien, um nicht als Nahrung der Dämonen zu enden. Hilfreiche Götter, die einen dabei unterstützen und anleiten können, sind vor allem Sechmet und Hathor.





Quellen:
Arnulf Krause: Nornen, In: Arnulf Krause: Reclams Lexikon der germanischen Mythologie und Heldensage, Stuttgart, S. 201
Arnulf Krause: Wyrd, In: Arnulf Krause: Reclams Lexikon der germanischen Mythologie und Heldensage, Stuttgart 2010, 316
Edward Butler: Sekhmet, In: Gallina Krasskova (Hrsg.): Sekhmet - When the Lion Roars, Morrisville 2011, S. 8
Heinz Duthel: Telepathie: Senden von Geist zu Geist?, 2015, S. 193, 194
http://www.khandro.net/doctrine_four_maras.htm

Bild: 
"Wyrd und Spinne" von Poeta Immortalis, 
Copyright by Poeta Immortalis, 
Nutzung nur unter Nennung des Künstlers für nichtkommerzielle Zwecke

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