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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 9. September 2015

Mexikanisches Traumkraut - ein schamanischer Einblick


Als "Thle-pelekano" (oftmals als "Blatt von Gott" übersetzt) ist es den Oaxaca-Ureinwohnern  (Wa'haka gesprochen) Mexikos bekannt; ein Kraut das ein Gott ihnen überbrachte. Nach meiner schamanischen Geistreise zum Geist dieser Pflanze ist mir klar geworden, wie wörtlich der Name doch eigentlich gemeint ist. 
Zum Zeitpunkt meiner schamanischen Erfahrung war mir dieser indigene Name noch nicht bekannt. Umso größer war meine Überraschung im Nachhinein, denn ich sah das Wesen der Pflanze als einen Pelikan von den Wolken herabkommen, sanft über eine urwaldwartige Landschaft gleitend. Der mächtige Vogel mit seinen grau-weißen Schwingen landete grazil auf einem See, wo er ein großes Blatt, wie eine gigantische Version des Traumkraut-Blattes als Mantel um sich legte. Im sanften Gleiten über die Wasseroberfläche verwandelte er sich, eins mit dem Blatt werdend, in eine gigantische glänzend grüne Natter mit gelben Bauch. Später konnte ich sie als Rauhe Grasnatter identifizieren, welche, genau wie der Pelikan in Mexiko beheimatet ist. Sie schwamm und tauchte flink schlängelnd zum dunklen Grund des Sees, einen Strudel erzeugend, welcher durch ihre kalte Ausstrahlung zu einem Speer von Eis gefror. Den eisigen Speer schnappend schoss sie empor und warf  diesen gen Sonne. Getroffen glühte die Sonne weiß auf und drehte sich mit dem Gesicht als grimmiger Mann mit markanten Zügen nach vorn, als wäre das, was wir sonst sehen sein Hinterkopf. Zornesfalten und Flüche entglitten diesem Sonnengott, sodass er ein Gewitter machte und in Rage Blitze nach der Natter warf, diese jedoch verfehlte. Triumphierend stieg  sie in den Himmel hinauf und strahlte dort gleich der Sonne.

So offenbarte sich mir der Pflanzengeist als eine Pflanzen-Gottheit mit den Tiergestalten Pelikan und Grasnatter. Die Kulturpflanze selbst, ist also, ganz im Gedanken der "Dema-Gott"-Theorie Ad. E. Jensen's selbst die Niederkunft der Gottheit. (Mehr dazu in Ad. E. Jensen: Mythos und Kult bei Naturvölkern)

  
Der Direktkontakt zur "Gottheit" in seinem feuchten Element
Oder: Die Wirkung als Tee
Ein standardmäßiges Tee-Ei reichlich (nach Gefühl) mit getrockneten Blättern der "calea zacatechichi" befüllen, mit einem Liter heißem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Schon ist ein blassgrünes, dampfendes Getränk, mit einem dezenten, aber leicht bitteren Geruch, entstanden. 
Mein geschmacklicher Eindruck sagte mir, dass man dieses Kraut mit aufwertenden Teekräutern stärkerer Geschmäcker mischen sollte (wie zum Beispiel Schwarzer Tee oder Minze). Das Fazit hierbei lautet daher: Auch put trinkbar, wenn man einen blättrig, leicht bitter auf der Zungenspitze prickelnden Eindruck mit einem fast metallischen Nachgeschmack ertragen kann. Der pure "Genuss" ist jedoch für das Erzielen einer brauchbaren Wirkung, meiner Erfahrung nach, am Günstigsten. In Mischungen sollte man also lieber mehr Blätter des Mexikanischen Traumkrautes zugeben, als sonst. Die exakte Dosierung hängt jedoch klar davon ab, wie der eigene Organismus beschaffen ist. Negative Effekte konnte ich bisher nicht feststellen, was jedoch eine mögliche Verkehrsuntüchtigkeit nicht ausschließt. Eine Überdosierung ist, aufgrund der geringen Ergiebigkeit (etwas geringer als die von Damiana), auch schwer möglich.
Zuerst wirkt der Tee beruhigend und fühlt sich mit seinem sanft gleitenden Tranceeffekt sehr angenehm an. Bei stärkeren Konsum verursacht er das Gefühl körperlicher Müdigkeit, während das Innerste hellwach wird. Es fühlt sich an, als würde das Unterbewusstsein deutlich präsenter und mit dem Normalbewusstsein leicht steuerbar. In einem weiteren Schritt verstärkt sich vor allem die Feinheit des Hörens. Nebulöse, wabernde Gefühle machen sich breit, während man immer weiter in einen halbschlafartigen Zustand eintritt.
Von diesem aus lässt sich wunderbar Luzides Träumen einleiten, aber auch schamanische Geistreisen werden klarer und farbenfroher. Ich musste feststellen, dass die Traumerinnerung bei regelmäßiger Einnahme deutlich gesteigert wird, was eine perfekte Grundlage für weiterführende Traumtagebücher und Deutungen bilden kann. Insgesamt fühlen sich alle Wahrnehmungskanäle geklärt an, was bei allerlei magisch-schamanischer Arbeit dauerhaft von Nutzen sein kann.

Fazit: Die Einnahme als Tee in größeren Mengen ist vor dem Schlafen empfehlenswert, ansonsten nur in geringer Dosierung, sofern man in der darauf folgenden Stunde nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen wird. Der Zensor wird heruntergesetzt und damit ein bewusster Zugriff auf all unsere Wahrnehmungen erleichtert. Weiterhin kann das Mexikanische Traumkraut zur Tranceindizierung genutzt werden.
 



Element:        
  • Wasser 
Tageszeit:        
  • Nacht
Tiere:               
  • Palikan
  • Rauhe Grasnatter
Wirkungen:    
  • deutliche Verbesserung der Traumerinnerung
  • Beruhigung und Dämpfung des Wachbewusstseins
  • leichte Trance
  • Klärung der (subtilen) Sinne
  • als Rauch zur Klärung der Atemwege (nur bei seltener Anwendung)
  • Tinktur als Insektenschutz
Besondere Fähigkeiten des Pflanzengeistes: 
  • beherrscht die Elemente Wasser und Luft
  • Sieg über solare Wesen und das Element Feuer
  • Schamanische Waffe: Eisspeer 




Quellen:

Klaus Griehl: Schlangen, Riesenschlangen und Nattern, GU TierRatgeber, S. 41, 46

Ad. E. Jensen: Mythos und Kult bei Naturvölkern, München 1992, S. 144 - 147

Daniel Rühlemann (Hrsg.): Rühlemann's Katalog, Kräuter und Duftpflanzen 2015, Heft Nr. 23, S. 335

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