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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Sonntag, 7. Juni 2015

Die Sinnstufen des Lebens

Wer hat sich noch nie die große Frage vom Sinn des Lebens gestellt?
Niemandem scheint die Antwort darauf recht leicht zu fallen, obwohl doch schon so viele gegeben worden sind. Auch ich habe mich schon sehr lange mit dieser Frage auf alltäglichen und spirituellen Wegen befasst und bin schließlich zu einem komplexen, vielschichtigen Ergebnis gekommen. Dazu ist meine grundlegende These:

Es kann in einer multiversalen Welteneinheit voller Wandel nicht nur einen universellen Lebenssinn geben. 

Der Grund dafür ist insbesondere, dass schon der Logik nach, eine Unzahl verschiedenster Aufgaben zu erfüllen sind, um so ein komplexes Gefüge im Laufen zu halten. Ohne eine Aufgabenteilung wäre ein Zusammenbruch und ein apokalyptisches Ende unausweichlich.
Stattdessen sind  Sinnstufen unterschiedlichster Herkunft und Bedeutungsladung zu unterscheiden, die ich, wie folgt unterteile:

Ich beginne von einer niedrigen Sinnladung und komme zu einer hohen. Grund: Der Lebenssinn verhält sich ähnlich einer elektrischen Ladung und ist übertragbar.
  • 0: Langeweile - Zustand der Erkenntnis- und Sinnlosigkeit -  völliges Herausfallen aus dem gegebenem Ordnungsgefüge  - Stillstand
  • 1: kurzfristige Lust, Laune oder Beschäftigung - gibt dem Leben für eine stark begrenzte Zeitspanne einen Sinn und besteht oft aus relativ banalen Handlungsabläufen, geringe Ordnung -  durch äußere Einflüsse leicht steuerbar - geringe Weiterentwicklung möglich; z.B. ein Eis essen gehen, zocken, einmalig Tischtennis spielen
  • 2: Aufgabe (kulturgegeben) und (komplexes oder Lern-) Spiel (naturgegeben) - geordnete Sinnerfüllung durch spontane Selbst- oder Fremdberufung - - Lerneffekt und Weiterentwicklung wahrscheinlich; z.B. einen Aufsatz schreiben, Schach spielen
  • 3: Aufgabenkette, Job und Hobby - regelmäßige Erfüllung eines gegebenen Sinns, meist unter kompletter Übernahme eines vorhandenen Systems über einen langen Zeitraum hinweg - Lerneffekt und Weiterentwicklung; z.B. regelmäßig gärtnern, nähen, Haushalt führen, Job mit zeitlicher Begrenzung
  • 4: Beruf(ung) und Lebensaufgabe - meist selbst auferlegt oder auch vermittelt, hohe Ordnung - menschgemacht (Regelfall) oder durch Geistwesen vermittelt (selten)  - höhere Entwicklung; z.B. Goldschmied (Ausführung ein Leben lang), notleidenden Tieren (für den Rest des Lebens) helfen
bereits materialisiere Ordnung - profane Sinnstufen    ___________________________________________________________________________________

zu materialisierende Ordnung - sakrale Sinnstufen
  • 5: Heilige Handlung / spontan wiederholender Transformationsakt - geoffenbarte, tradierte Sinnhaftigkeit oder Folge heiligen Erkennens; z.B. Gebet
  • 6: Kult / Heiliges Handlungssystem  - regelmäßige Wiederbelebung eines ekstatischen Erkenntniszustandes oder Kraft- und Erkenntnisübertragung (durch die Arbeit mit Kräften und/oder Gottheiten); z.B. Sokar-Fest
  • 7: Heiliges Erwachen / schöpferischer Transformationsakt - kreativer Erfahrungs- und Transformationsprozess mit Übergangscharakter; z.B. Initiation im Mithraismus, schamanische Oberweltreise
  • 8: Aufstieg / Entrückung - Transformation zu einem höheren Seinszustand mit Möglichkeit der Gottwerdung; z.B. Übergang ins Nirvana = Aufstieg + Auflösung in den kosmischen Energien
  • 9: ALLsinn - Zustand der vollkommenen Sinngeladenheit durch Vereinigung mit dem persönlich höchsten ausführbaren Sinn im Seinsgefüge; z.B. im Nirvana sein (jenseitig)

Die soeben genannten zehn Sinnstufen sind Wege und Hilfsmittel der abstrakten Einordnung und Strukturierung von Handlungen, zur Findung und Bewertung des persönlichen Lebenssinns.


Fazit: Der Lebenssinn ist höchst individuell und generell durch die eigene Person zu determinieren. Eine Ausnahme bildet dabei das minimale (Auslebung des Deszendenten) und maximale Sinnpotential (Auslebung des Aszendenten), das generell von externen Kräften und Wesenheiten bestimmt wird, jedoch nicht gänzlich unabänderlich, wenn auch extrem schwer, zu überwinden ist.



Natrülich kann man den Lebenssinn und deren Findung auch noch anders einteilen, z.B. nach Zielsetzungen, auf die man hinarbeitet.
Der Thelema-Begriff Aleister Crowleys wird hier bewusst nicht aufgeführt, da er den Lebenssinn von einem völlig anderen Blickwinkel aus betrachtet und gar nach der, viel schwerer greifbaren, Wahrhaftigkeit geordnet, als "wahren Willen", höherstellt. Dennoch gibt es mit diesem eine Entsprechung im Heiligen Erwachen, wenngleich ich mir nicht anmaßen will, mit dem so oft missbrauchten, Begriff der Wahrheit in diesem Kontext zu hantieren. Hohe oder niedrige Sinngeladenheit behält sich vor, relativ zu sein, solange diese nicht messbar ist.


Diese Ausführung ist eine, auf vergleichenden Erfahrungen beruhende, Sammlung von Theorien, die gerne kritisch hinterfragt und diskutiert werden können.

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