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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 2. März 2015

Runenwissen um Othila






Runen künden durch die Erfahrung ihrer Kräfte. So teile ich gerne meine dreifache Erfahrung mit Othila durch die Natur, die Götter selbst, als auch durch eine schamanische Blindreise, die ich kurz beschreiben möchte.


Othila in der Natur

Diese Rune erschien mir des Öfteren in dem Geäst und noch viel deutlicher im Stamm alter Bäume, die von früheren Leben und Weisheit zeugen. Viele Generationen an Tier und Mensch sind an ihnen vorbeigezogen, haben verweilt und wurden durch grüne Augen gesehen. Sie selbst mögen nicht mehr unter uns Lebenden weilen. Doch ihre Taten und Kräfte bleiben unvergessen. Bis heute wirken sie auch in jedem von uns fort. Ob in der alten Eiche, dem Baum des Rates oder dem von alten Strömen der Kraft zeugenden, gedrehten Ast der Birke. OTHILA BRINGT DIE ERKENNTNIS des Magischen und Göttlichen in der Natur, GIBT WEISHEITEN FRÜHERER GENERATIONEN WEITER.

Offenbarung der Götter

Mit der medialen Technik des automatischen Zeichnens entstand ein Ziegenbock in agressiver Pose besonders deutlich. Es geht um Kraft, POTENZ UND DURCHSETZUNG auf sozialer, wie genetischer Ebene.
Othila kann damit zur Stärkung der schöpferischen Macht, zur Verbesserung medialer Verbindungen in die Vergangenheit, als auch zur Potenzsteigerung als Amulett genutzt werden. Aber auch gegen Schwächeanfälle oder Ermüdung der Glieder wirkt hier die Runenkraft. Es zeigte sich weiterhin ein mäandierender Fluss, das Ausgießen des Wassers. Das Thema der Veränderung, des Wandels, der neuen Wege und Lebenszyklen, als auch der Reinigung von altem Schmutz und die Befruchtung neuen Bodens wird angesprochen. Es handelt sich um klare Inhalte des Wassermann-Prinzips, das seine Umsetzung in Donar, dem Gott der Erneuerung, findet. Die S-Spirale und eine Mutterschoßsymbolik sprechen dieselbe Sprache. Aber auch aus Wotan als Empfänger und Schöpfer der Runenweisheit, der sich selbst 9 Tage und 9 Nächte an Yggdrasil band, um sein initiatorisches Selbstopfer zu erleiden, spricht Othila sehr deutlich. Die Rune erreicht eine tiefe konstruktive Kraftfreisetzung gegen Aufopferung.


Othila in der schamanischen Blindreise

In meiner Blindreise führte mich Othila auf einen rechtsseitigen, den alten Göttern und Ahnen treuen, Pfad. Ein Runenstein am Wegesrand in den die Rune Tiwaz mit je einem Eiwaz zu beiden Seiten geritzt sind, zeugt von Alter, den fruchtbaren und heldenhaften Taten vorangegangener Generationen. Sie zeigen Teilaspekte von Othila und Verknüpfungen der Runen untereinander an. Auch hier kündigt sich aus dem Tod eine neue Schöpfung an: DIE EWIGE JAGD DES LEBENS.
Mein Weg setzt sich fort bis zu einem breiten, schnell fließenden Fluss voller kleiner und großer Strudel. Ich springe in das Wasser und lasse mich in die Tiefe ziehen, wo mir zwischen tentakelhaften Wasserpflanzen ein schwarzer Ziegenbock begegnet. Seine Hörner sind mit blauen Bändern geschmückt und mit 6 Schellen behangen. Die Einheit dualer Lebenskräfte spricht aus ihm. Er bittet mich aufzusitzen und so reite ich flussabwärts bis zu einer tiefen Felsenhöhle in der Uferböschung. Der Bock bringt mich auf eine Insel inmitten dieser Höhle, deren Zentrum durch einen annähernd rechteckigen Näpfchenstein mit Rinne, einem Opferstein gebildet wird, auf dem wiederum ein Langsachs liegt. Er deutet auf das Messer und stößt mich an. Mein Verstand realisiert, dass er von mir geopfert werden möchte. So komme ich seinem Wunsch nach, hebe ihn auf den Stein und schneide seine Kehle durch. Sein BLUT WIRD VERGOSSEN und fließt in das steinerne Näpfchen. Ich lege den Bock behutsam auf den Stein, streiche über sein Fell und widme dieses Opfer den Göttern. Das Wasser teilt sich. Ein ziegengehörnter, bocksbeiniger junger Mann mit langen braunem Haar entsteigt dem Wasser und dankt mir für dieses Opfer. Er trägt eine langstielige Axt mit Hammer auf der Rückseite und eine leere Scheide. Ich erkenne ihn als den Gott Donar. Er lächelt mich an und ergreift das Sachs, streift es sorgsam ab und schiebt es in die Scheide. Beim Blick nach unten bemerke ich seinen erigierten Phallus. Ich richte mich fragend an ihn, was das alles zu bedeuten habe. Da spricht er: "Damit neues Leben entstehen kann, muss Altes verfließen." Der Gott streckt seine rechte Hand dem Opfertier entgegen, geht auf ihn zu, streicht über seine Hörner und das schöne, wollige Fell. Leise Worte werden in des Bockes Ohr gesprochen und sein Kopf beginnt sich auf einmal zu regen. Die Ziege steht zu neuem Leben erweckt auf und geht mit Thor zurück ins Wasser, als wäre nichts geschehen.





Begrifflichkeiten 
  • Geistreise/schamanische Reise
  • Blindreise = Geistreise auf ein unbekanntes "codiertes" Ziel, um den Verstand aus der Geistreise auszublenden und ausschließlich die schamanische Technik nutzen zu können.
  • Automatisches Zeichnen = Mediales Zeichnen, das durch einen meditativ geleerten Geist, kombiniert mit einer selektiven Öffnung auf ein spezielles Ziel hin, erzeugt wird.

    Kommentare:

    1. Diese Geistreise bzw. schamanische Reise hört sich wirklich interessant an, vor allem für mich, da ich mich zurzeit viel mit dem Schamanismus beschäftige! Liebe Grüße

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    2. Ich danke dir für deinen lieben Kommentar und lade dich gerne dazu ein auch an unseren schamanischen Veranstaltungen in Leipzig teilzunehmen:
      http://repokult.blogspot.de/
      http://www.schamanismus-leipzig.de/

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