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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Donnerstag, 26. Februar 2015

Das "gute Böse" - Von der Notwendigkeit des Devianten

Magie und Schamanismus sind nicht unbedingt himmlische Wolkenfelder voller Licht und Liebe, wie es manche Menschen gerne hätten. Nicht selten, trifft man, beim Erreichen neuer andersweltlicher, wie diesseitiger Grenzsituationen im Kontext magischer Handlungen auf verschiedene Geistwesen, die nicht zögern einen selbst oder seiner Umgebung Schaden zuzufügen. Glauben, gutes Hoffen oder Änderung im eigenen Inneren, wie es esoterische Menschen gern empfehlen, bleibt wirkungslos, wenn die Wesenheiten aus der Anderswelt als machtvolle Dämonen erscheinen und durchaus sehr deutliche, offen sichtbare Angriffe ausüben. Ich selbst musste auf die harte Tour über Jahre von diesen devianten Realitäten erfahren, die mich das ein oder andere Mal im wahrsten Sinne des Wortes, hart trafen, würgten, als Windhose im geschlossenen Raum erschienen, mit Feuer sprühten oder als mächtige Krankheit die im Raum befindlichen Personen schlagartig dahinrafften. Zugegebenermaßen ist das nicht der Regelfall, tritt aber dennoch weitaus häufiger auf, als man glaubt. Nicht umsonst besteht solch ein großes Interesse an Exorzismen in einer postmodernen, aufgeklärten Zeit. Die Phänomene im Kontext wirklich machtvoller Dämonen werden unbestreitbar real, sobald man ihnen allen Ernstes begegnet. Und das dauerhaft aus dem Gleichgewicht geratene Leben der westlichen Konsumgesellschaften öffnet ihnen Tor und Türe. Ob es der kleine Schemen einer Spielsucht ist, der sich kurz unter dem Herzen festgesaugt hat oder der Schatten einer jahrelangen Nikotinsucht am oberen Rücken. Auch unangemessene, extreme Emotionen, Hast, Maßlosigkeit oder kurz alles, was in unseren Leben aus den Rudern läuft, kann dämonische Wesenheiten anziehen. Treffen eine Vielzahl dieser Situationen in einer Übergangssituation zwischen den Welten aufeinander, ist es schon fast soweit eine ungewollte dämonische Besessenheit kann auftreten, die nur schwer wieder loszuwerden ist. Fälschlich wird diese meist als andere psychische Krankheiten verkannt, wenn sie schon so stark geworden ist, dass eine psychologische Behandlung unausweichlich scheint. Denn in so einem Fall ist es nicht ungewöhnlich, dass man ein oder mehrere bösartige Stimmen im Kopf oder eine gespaltene Persönlichkeit bekommt, was allerdings nur sekundäre Erscheinungen sind. Guter Rat muss da nicht besonders teuer sein: Eine schamanische Behandlung ist für alle angesagt, die keine profunden Kenntnisse über Schamanismus oder höhere Magie besitzen. 
Doch für alle, die in der Materie stecken, ergeben sich durchaus große Chancen, wenn sie es mit einem Dämon aufnehmen, egal ob es erstmal Rückschläge gibt oder nicht. Denn auch jede Niederlage spornt zur Weiterentwicklung der eigenen Kräfte an. Dämonen sind Katalysatoren der schamanisch-magischen Kraft, ohne die eine wirkliche Steigerung des eigenen Niveaus nicht möglich wäre. Die Gegenkräfte, die Schädlinge, Parasiten und Fressfeinde sind es erst, die eine Evolution bewirken. Dem "Universum" (eigentlich Multiversen) ist es egal, wer am Ende gewinnt und ganz sicher liebt es einen auch nicht. Aber damit die Kreisläufe und Körperfunktionen dieses Systems weiterhin laufen, braucht es nunmal Kräfte, die für und welche, die gegen eine Sache arbeiten. Erst das schafft Ausgleich. Nur kann man diesen Ausgleich optimieren und zu einem Equilibrium machen, indem man Pro und Contra vereint. 
Blicke ich zurück auf meine Niederlagen, so sehe ich Gewinn, der mir daraus erwachsen ist. Denn selbst aus meinen Qualen, die ich erdulden musste, erwuchs neuer Mut, nie dagewesene Kraft mich den Dämonen immer wieder aufs Neue erfolgreich entgegen zu stellen, sodass sie heute mich fürchten müssen...
Und so übel dämonische Wesen als wilde Raubtiere und Monster der Anderswelt einen auch zusetzen können, so können sie sich auch durchaus kooperativ zeigen, wie allein die Praxis der sogenannten "Schamanischen Zerstückelung" zeigt, aus der ein sibirischer Schamane von Krankheitsgeistern zerlegt, gefressen und neu geschaffen wird, um gegen jedes Leiden gewappnet zu sein. Der Lohn für solch ein Selbstopfer kann ein feinstofflicher Leib aus Eisen sein.


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