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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 1. Juli 2014

Die Seelenreise

Die Seelenreise, bzw. Astralreise, trenne ich, aufgrund der gänzlich anderen und intensiveren, aber auch bedrohlicheren Qualität von der Geistreise, bzw. Astralprojektion. So definiert sich die Seelenreise selbst in der Praxis als ein Loslösen der ganzen Seele, nicht bloß eines Teiles, vom grobstofflichen Körper. Es ist der gesamte astrale, bzw. feinstoffliche Leib, der hier unter zumeist starker Gegegenwehr des grobstofflichen Körpers sich selbst entreisst, um zu reisen. Der Unterschied zum Tode besteht nur noch aus einer silbrigen feinstofflichen Nabelschnur, die eine Verbindung zum zurückgelassenen Körper aufrecht erhält und dessen Funktionen reguliert. Das Gefühl des Überganges ist besonders im Schwellenzustand das Unangenehmste, was ich mir vorstellen kann... So fühlt sich der Tod an.
Es ist, als renne man allein gegen eine ganze Armee an. Der Widerstand wird immer größer und es kommt zu Herzrasen, ja Todesangst. Allein das bringt sicherlich die Meisten, die es bis hierher geschafft haben sollten, zum Umkehren. Doch schreitet man an dieser Stelle wider aller Hindernisse voran, so wird aus dem Flattern, Surren, dem Schmerz und der Furcht mit einem Ruck ein ueberaus angenehmer Zustand voller Leichtigkeit und Freiheit, den es gilt, ähnlich der Geistreise, durch die Kraft der Gedanken zu steuern. Es beginnt ab hier eine der intensivsten magischen Erfahrungen, die man machen kann. Nun zeigt sich, dass die Geistreise nur eine Vorstufe, eine Übung für die grosse Kunst war, mit ganzer Seele zu reisen, in die Urwirklichkeit einzutauchen, deren junger Ausläufer das ist, was wir diesseitige Realitaet nennen. Das Jenseits ist und muss doch aller Logik nach die ältere, diese erst begründende, Realität sein, eng verwoben und doch verdrängt... Realitäten lassen sich ncht vergessen, tauchen immer wieder von Neuem auf und beweisen sich so oft ohne unser Zutun von selbst. Jeder kennt Geistererfahrungen. Doch kaum einer spricht davon! Ein Tabu, das endlich gebrochen werden muss! Brecht das Schweigen und handelt!
Techniken gibt es Viele:
Ob ganz schamanisch durch Tanz bis zur Bewusstlosigkeit (und Astralreise),  Musik, Stille, pflanzliche Drogen (nur zu empfehlen unter indigener Anleitung in ursprünglicher Verwendung), aus dem Halbschlaf oder Traum heraus, durch Meditation, Visualisierung, Hypnose, Symbole und mehr... Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich und es ist sicherlich unmöglich alle aufzuzählen, insbesondere wenn man bedenkt, was sich alles noch für neue Möglichkeiten auftun könnten.
Das genaue Vorgehen kann zum Beispiel ganz kurz, knapp, aber aussagekräftig bei Thomas Karlsson "Astralreisen, Innerhalb und außerhalb des Körpers, Geschichte - Theorie - Praxis" erlesen werden.

Über den Sitz der Seele gibt es viele Theorien und alle mögen etwas für sich haben, gerade in Anbetracht unserer Seelenteile, derer es wohl mindestens drei gibt... Eine für mich besonders plausible Theorie, die sich ethnologisch in zahlreichen Kulturen der Erde fassen lässt, ist die Lokalisation der Seele im Schädel. Den Ein- und Ausgang bildet dabei grobstofflich die Fontanelle, die bei Säuglingen und Kleinkindern noch nicht geschlossen ist. Dies wiederum erklärt ganz plausibel, die weitestgehende Erinnerungslosigkeit bis zur Verwachsung. Befindet sich die erinnerungsspeichernde Seele lange Zeit außerhalb des Körpers in der jenseitigen Welt, so kann keine Erinnerung vorhanden sein. Die Seelenreisen wiederum begründen das hohe Schlafbedürfnis kleiner Kinder. Gleichzeitig ist die Anfälligkeit gegenüber schadhaften Geistern, Krankheiten und christlicher Seelenschädigung in den ersten Lebensjahren besonders hoch.
In vielen Hinduismen findet sich die Tradition, dass der älteste Sohn des verstorbenen Hausherrn dem Leichnam auf der Verbrennungsstätte die Fontanelle öffnen muss (= brahmarandhra), damit die Seele ungehindert austreten kann.
Des Weiteren wird in einigen Schamanentümern die Epfängnis der Kindseele eindringend durch die Fontanelle der Mutter beschrieben. Besondere von den Geistern und Göttern auserwählte Seelen werden, nach dieser Vorstellung, zuvor von einer "Herrin der Tiere" auf dem Weltenbaum ausgebrütet und dann zu einer menschlichen Mutter gebracht. Selbstverständlich kann die Rolle der Vorgeburt auch von anderen Geistwesen und sogar männlichen Göttern übernommen werden.




Quellen:
Thomas Karlsson: Astralreisen, Innerhalb und außerhalb des Körpers, Geschichte - Theorie - Praxis, S. 64 - 110.
Axel Michaelis: Der Hinduismus, Geschichte und Gegenwart, S. 150.
Klaus E. Müller: Schamanismus, Heiler, Geister, Rituale, S. 50, 51.

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