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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Freitag, 2. Mai 2014

Rückführung - Der führende Priester der Prozession des Karnak-Tempels

Künstlerische Umsetzung des in der Rückführung gesehenen Pektorals durch Poeta Immortalis

Am 1. Mai 2014 habe ich in kleiner Gruppe eine erneute Rückführung zu meinem bereits schon einmal bereisten Leben als führender Priester des Amun-Re in Karnak durchgeführt, um noch mehr Details zu erfahren... Diese meine frühere Inkarnations ist eine, die mich besonders fasziniert. Selbstverständlich hatte ich in der langen Kette meiner Leben nicht nur herausragende Positionen. So bin ich in meinem letzten Leben als deutscher Soldat tief in den eisigen Wäldern Russlands nach Ringen um mein Leben in einem Messerkampf mit einem russischen Soldaten mit brauner Fellmütze und rotem Stern mit einer Pistole per Kopfschuss sehr schmerzvoll verstorben. Bedauerlicherweise erlebt man bei einer Rückführung auch das Sterben noch einmal, was mir sehr langanhaltende sich äußert real im Hier und Jetzt manifestierende kopfzerreißende Schmerzen brachte... Niemand kann mir jetzt noch erzählen ein Kopfschuss wäre ein schneller schmerzloser Tod. 
Meine normaleren Vorleben möchte ich an dieser Stelle einfach mal aussparen, weil sie sicherlich weniger spannend wären. Aber ich möchte niemanden glauben machen ich hätte nur herausragende Positionen besetzt. Das wäre purer Schwachsinn und völlig unrealistisch. Ich kenne niemanden, der so etwas zur Recht von sich behaupten könnte. Mit Sicherheit kann man auch nicht auf alle seine Vorleben mit Stolz zurückblicken. Darum gehe es jetzt mal um eines, auf das ich stolz bin... auch wenn ich hier erstmal eine kleine Szene beleuchten möchte, die darin besonders hervorsticht. Das gesamte Leben zu beschreiben wäre dann auch zu viel und könnte ganze Buchbände füllen.

Meine Rückführung beginnt in einer herausragenden Festtagsprozession vor dem Amun-Bezirk der mächtigen ägyptischen Tempelstadt Theben, der ich voranschreite. Der Weg führt die singende und musizierende Prozession die Sphingenallee vor den Pylonen des Amun-Re Tempels entlang. Mein Gemüt ist freudig-erregt und ich befinde mich in einer tiefen Trance und Konzentration, während ich ein Räuchergefäß vor mir schwenke und in der anderen Hand einen Räucherarm halte, mit dem ich den deutlich für mich hervorstechenden Widderspingen am Wegrand Weihrauch spende, ja segnend voranschreite. Hinter mir folgen zwei Schirmträger, die mir Schatten spenden und mit Palmwedeln fächern und so auch den Weihrauch verteilen. Sie unterstützen mich gut in meiner Rolle und sind eifrig bei der Sache. Dahinter wird eine golden und blau verzierte Lade von vier weiteren festlich bekleideten Männern getragen. Auf ihr befindet sich eine goldene Statue des Amun-Re mit Widderkopf, weshalb ich meine Erfahrung in die Nach-Amarna-Zeit einordne. Danach folgen Tänzerinnen, Standartenträger und Opferträger bei denen die Farben Gold und Blau ebenso dominieren. Die Standarten zeigen Amun-Re mit doppelter Federkrone. Die gesamte, langsam und würdevoll voranschreitende Prozession wird von wunderbarem Gesang und Instrumentenspiel, vor allem Trommeln und Sistren, begleitet, in den alle, auch ich selbst, einstimmen.
Auf diesen Gesang habe ich sehr genau gehört und ich möchte, die Ägyptologen mögen es mir verzeihen,  nun das Gehörte genau so, wie verstanden, wiedergeben:

"E-ach ha-num pa
Du-uch Amun anch
Tech a-ah-a (das letzte A wurde deutlich höher gesungen) me-hem-oho-a-aah
Di-i alam tu-i-ah mu-hir
Di-u-i te si-a-aha-mu
Aha-mu schem-le-chu (ruhig)
Ta-am ma-si Amun"

Der Zug ist bereits am Pylonentor angekommen und steht nun still. Der Gesang hat aufgehört. Ich lege anbetend meine flachen Hände auf meine Beine, die von einem edlen weißen Stoff bedeckt sind. Über meine rechte Schulter ist ein, fein mit weißem und blauen Stoffen umspieltes, Leopardenfell gelegt, das unter den, bis über meinen Bauchnabel reichenden Untergewand mit breitem dunkelblauem Gürteltuch, verschwindet. Auf meiner Brust liegt ein prachtvolles, goldfarbenes Pektoral mit einem zentralen, senkrecht liegenden Auge in der oberen Hälfte und blauen Einlegearbeiten, sowie davon abgehenden Strahlen und Bögen. Meinen linken, ansonsten unbedeckten Arm, ziert ein verschlungener Spiralarmreif aus Gold. Ich sehe hager aus und habe einen üppigen schwarzen  Vollbart ohne Schnauzer, der jedoch gepflegt wirkt. Kein Haupthaar ist zu sehen und es fühlt sich auf meinem Kopf eher nach einer Glatze an, über der ein weißes, volles Kopftuch mit edlen blau-goldenen Ornamenten krönt. Feierlich spreche ich (Betonungen sind unterstrichen):

"Wer a-noth bar sem te iih
Ne-em lac tu mir-nan Ra
Sut mi-ni kan-tun
metsch wem Ra-li-un
Amun"

Die ganze Prozession antwortet laut rufend:

"Amun! Amun! Amun! Amun! ..."

Nach Verstummen der Rufe rezitiere ich weiter:

"Ra sem-jet wochmi ha-uri Set schem Ra
Tar ui sa-lam-u ti!
Ti mi Ra-Amun men hop!
Tir le-op!"

Das riesige Tor mit seinen goldenen Beschlägen öffnet sich langsam und die Prozession tritt, von mir angeführt, ein. Gleichzeitig beginnt das Spiel der Instrumente von Neuem.
Ein weitläufiger Hof in prachtvoller Ausführung wird überschritten und mehrere Tore werden durchschritten, die bereits offen stehen. Ein leichter Treppenaufgang führt in den Tempel. Die Prozession bleibt an seinem Fuße stehen. Ich dagegen treten schnelleren Schrittes ein, mache mit meinen Armen eine wie ein Widdergehörn drehende Bewegung, an deren Ende meine Hände nach oben zeigen und meine Hände unheimlich stark kribbeln. Blaue Funken steigen von ihnen zu den Seiten und gen Decke auf. Vor mir thront das wundervoll anzusehende Götterbild des Amun-Re, dessen blau geschminkte Augen mich anschauen. Doch noch wohnt die Gottheit nicht in ihm. So lasse ich den Höchsten mit folgenden Worten einziehen:

"Am-du mach-bi
Sher rem mi her ti-ma-du
Sach-char dim-mi ref-scha
Ta-dir-mer-ii ni-fu
Amun dar-ag-si-ni-ob
Dasch-scheschen wi-irem dog
Ra der ha mi lem
Di ha mi dorom-sa
Sher-wi hara-ke-ne
Da-lu-ini Re schem-ma
Schem dara ma-schir!
Ra dura he!
Amun dura he!
Atum me hor sa-ten!
Schalam mi-hi!
In-un-ma'a, ta du ihla!"

Ich sprach dies und das Bildnis des Amun-Re ward belebt, was sich durch ein tiefes Strahlen äußerte [...]



Schlussbemerkungen:

Aus meiner allgemeinen Kenntnis der kemetischen Sprache ist mir natürlich aufgefallen, dass es hier einige Abweichungen zu den ägyptologisch erfassten Sprechweisen der Wörter gibt. Doch da ich sie genau so hörte, muss ich davon ausgehen, dass es auch so in dieser Zeit ausgesprochen wurde, was durchaus im Bereich des Möglichen liegen kann. Die Ägyptologie nimmt schließlich immer nur eine Sprechweise an, kann diese jedoch nicht mehr sicher belegen. Auch ein Wandel der Aussprache im Laufe der Zeiten ist anzunehmen. Ein Beispiel hierfür wäre beispielsweise das "Ra dura", das ein "Ra dua" sein könnte, bei dem ich aber trotz allem ein ganz leichtes gerolltes "r" zwischen "u" und "a" heraushörte...









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