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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Donnerstag, 13. März 2014

Eine kurze Argumentationskette um Ta'amuz und "Bekenntnisreligionen"

"Urigallus" als heiligee Abgrenzung
Moderner Polytheismus kann mittlerweile allgemein als eine gute, offene und vor allem selbstbestimmte, ja spirituellen Fortschritt versprechende Alternative zu "Bekenntnisreligionen", wie dem Christentum, gesehen werden. Eine dieser neuen Richtungen nennt sich Ta'amuz, wie bereits erläutert wurde. Darin steht ein ausgewogenes, natürliches Streben (in Ma'at) im Vordergrund, das zu vielen individuellen Zielen führen kann.

Verständlicherweise steht diese (wen wundert es) im krassen Gegensatz zu den abrahamitischen "Bekenntnisreligionen"(2), ja das Prinzip der "Bekenntnis" und der Ma'at schließen sich gegenseitig aus, da diese Religionen vor einer fertigen Kultur stehen und sich nun von ihr durch Provokation und schier krankhaftes Verhalten versuchen von dieser abzugrenzen mit dem Ziel die Kultur und Gesellschaft zu zerstören, zu überschreiben mit reiner Religion. Was fordert nun das "Bekenntnis"? 
Als Teil einer abrahamitischen Religionsgemeinschaft stehen die Begriffe "pistis"(2) und "emuhah"(2) im Vordergrund, die für zwei Arten des blinden Glaubens stehen: "Pistis"(2) ist das Glauben im Sinne von der Überzeugung, dass das jeweilige Dogma ewig wahr ist. "Emuhah"(2) dagegen steht für eine Art des "Gottvertrauens", ja es nimmt leere Versprechungen und das Eintreffen des Dogmas ENTGEGEN JEDER EVIDENZ an, ohne je davon abzuweichen. Das sind die zwei Prinipien einer Sklavenmoral, die gleichzeitig ein riesiges Gefahrenpotential für die Umwelt solcher "Bekenntnisreligionen" liefert.
Ganz im Gegensatz dazu steht Ta'amuz und damit auch das Ma'at-Prinzip solchem Irrsinn klar entgegen: Denn es ist die Evidenz, auf die wir aufbauen! Unser Polytheismus und dessen Inhalte sollen transparent und neutral verififizierbar sein! Und das sind sie auch, sofern man sich die Mühe macht, es ernsthaft zu versuchen. Leider begehen viele atheistisch geprägte Menschen an dieser Stelle den Fehler uns mit "Bekenntnisreligionen" gleichsetzen zu wollen! Doch wir haben keinen unsichtbaren Gott, der sich verstecken muss! Unsere Götter zeigen sich in den vielfältigsten Formen, ja SIND IN DER NATUR ALLER DINGE VERTRETEN und zwar an jedem Tag, zu jeder Zeit! Wir haben Götter die man schon immer schauen konnte und noch schauen kann, wie auch Priestertitel im alten Ägypten verraten: "Der den Großen schaut". (2)
Des Weiteren baut Ta'amuz auf einer umfassenden Harmonie mit den Göttern und der eigenen Umwelt auf, während die Abrahamiten stets auf Konflikt aus sind, ja einen Krieg gegen die Gesellschaft und Kultur führen, ja selbst mit ihren eigenen "Gott", dem sie sich aus diesem Grund immer wieder vor die Füße werfen und um Vergebung bitten!
Ta'amuz steht für den Aufbau, die Schöpfung einer neuen Kult(ur)-Gruppe in fließender Eingliederung und Präsenz in der Gesellschaft. Wir helfen und unterstützen, soviel wir können, versuchen diese Welt zu heilen, während "Bekenntnisreligionen" bewusst Wunden reißen. An dieser Stelle fragt man sich, wie es dann kommen kann, das Letztere viel beliebter und anerkannter in der Gesellschaft sind... Es liegt wohl daran, dass "Bekenntnis" das Leben der Gesellschaft geprägt hat. Aber dafür gibt es ja Gegenprägung als kleines Heilkraut für Wunden, die die Zeit heilt.
Wir stehen und setzen uns für Gerechtigkeit und eine neue Ordnung im Gleigewicht ein! Und genau so sollten wir uns benehmen: Ordentlich, gerecht und nicht selbstgerecht! "Prawda"(3) nennt es der Russe und "asha"(3) die alten Perser... doch wirgehen noch weiter im Equilibrium als sie es je taten. Wir sind die Heiler der Welt, auf dass es eine Welt für die Zukunft werde! Wir schaffen den neuen Staat, der auf "Ma'at" aufbaut nicht durch Agression, nicht durch Krieg und Kampf, nicht durch Unterwerfung! Wir lassen ihn durch Integration und ma'atgerechtes Handeln in die Gesellschaft wachsen! Dabei haben wir den Vorteil Neues und Altes zugleich in uns zu vereinen. Altbekanntes ist stets ein guter Freund der Menschen, der hilft sich auf die TRANSFORMATION, den steten Wandel einzulassen, den die "Bekenntnisreligionen" so ablehnen, ja bekämpfen. Doch wer sich in einer sich stetig wandelnden Welt nicht anpassen kann, der wird ein Opfer der zyklischen Evolution.
Lasst uns auf das aufbauen, was wir haben und können! Im Polytheismus und ganz besonders in Ta'amuz ist die primäre spirituelle Erfahrung verankert. WIR WISSEN, wovon wir sprechen! Da sieht es doch im Vergleich mit der "Bekenntnis" und dem Wissen sehr mickrig aus, denn sie glauben nur, dass es so sein müsste. Wir wissen, dass es nicht so ist, wie sie glauben und sie einem riesigen Betrug aufsitzen. Aber in dem Fall ist Lächeln die beste Art die Zähne zu zeigen, denn verstehen würden sie ohnehin nicht.



Quellen:

Assmann, J.: Ma'at, Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im Alten Ägypten, München 2001, S.15 - 23.

(1) Assmann, J.: Ma'at, Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im Alten Ägypten, München 2001, S. 15
(2) Assmann, J.: Ma'at, Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im Alten Ägypten, München 2001, S. 22
(3) Assmann, J.: Ma'at, Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im Alten Ägypten, München 2001, S. 18

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