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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Sonntag, 2. Juni 2013

Meldung: Schamanistischer Arbeitskreis

"Liebe Freunde der Heilpflanzen,
ich möchte euch noch einmal die Idee, die hinter diesem Arbeitskreis steht, erläutern.
Unsere Vorfahren hatten früher keine andere wirkungsvollere Medizin als die Heilpflanzen.
Das Wissen um Heilwirkungen wurde damals von Generation zu Generation weiter gegeben.
Doch woher kam dieses Wissen? Die geläufigste Schulmeinung darüber ist, dass unsere Vorfahren weit zurück in der Vergangenheit die Heilwirkungen über das Trial- & Error Prinzip herausgefunden hätten.
Diese Theorie ist allerdings nicht haltbar, wenn man heute lebende indigene Kulturen mit unseren Vorfahren vergleicht. Das Wissen um Pflanzen haben bspw. die Ureinwohner Südamerikas durch direkten Kontakt mit diesen - sozusagen über eine persönliche Begegnung, wie Ethnologen berichten.
Dieser Vorgang ist nichts abstraktes, sondern dabei bekommen die Fragenden konkrete Antworten mit Aussagen über Wirkung, Herstellung, Dosierungen etc.
Es ist stark davon auszugehen, dass auch unsere Vorfahren mit ähnlichen Methoden gearbeitet haben, wie die Ureinwohner Südamerikas.
Was sind das aber für Methoden? Eine kurze Antwort darauf ist: Veränderte Bewusstseinszustände.
Um die besagten Techniken, die mit der Veränderung des Bewusstseins einhergehen, zu verstehen, muss man das materialistische, wissenschaftlich geprägte Weltbild des Westens verlassen und versuchen sich in das Weltbild der Ureinwohnern hinein zu denken.
Deren Weltbild ist nämlich ein animistisches. Das heißt, hinter der materiellen echten Welt gibt es für sie eine nicht-offensichtliche Welt: eine nicht-alltägliche Wirklichkeit.
Dort wohnen die Götter, die Ahnen, die Geister. Mit diesen lässt sich in Kontakt treten, wenn man sein Bewusstsein verändert, und zwar in Richtung Trance-Zustände. Das sind Bewusstseinszustände, die den Gehirnfrequenzen eines Traums im Schlaf ähneln. Wir verfügen also, laut diesen Ureinwohnern, die Fähigkeit in diesen Bewusstseinszuständen Informationen aus unserer Umwelt zu bekommen, die wir nicht augenscheinlich gar nicht wissen können.
Es ist geläufige Meinung, dass angeblich nur sogenannte „Schamanen“ diese Fähigkeit besitzen sollen, diese Schwelle in die nicht-alltägliche Wirklichkeit zu überschreiten.
Dass dem aber nicht so ist, kann man schon daran erkennen, dass wir alle diese Schwelle des Nachts täglich überschreiten, wenn wir träumen.
Die Fähigkeit für Trance-Zustände besitzt anscheinend jeder Mensch – logische Schlussfolgerung ist dann: diese Trance-Techniken kann auch jeder Mensch erlernen und dann erfolgreich anwenden. Und so ist es auch.
In dieser Arbeitsgruppe wollen wir gemeinsam diese Techniken benutzen und üben.
Als Trance-Induktion hat sich die Trommel als altes Instrument bewährt.
Theoretischer Hintergrund der sogenannten „schamanischen Trancereise“ ist die durch Micheal Harner mittlerweile schon seit 30 Jahren im Westen verbreitete Idee des Core-Schamanismus.
(Mehr dazu in seinem Buch. Siehe Literaturempfehlung.)
Als zweiten Schritt wollen wir auch gemeinsam in persönlichen Kontakt treten mit unterschiedlichen Heilpflanzen. Wir wollen dabei nicht nur in Kontakt treten, sondern auch um Informationen über Heilwirkungen erbitten.


Das Ganze soll allerdings nach westlichem wissenschaftlichen Prinzip der Verblindung ablaufen, was bedeutet, dass niemand der teilnehmenden Personen weiß, um welche Pflanze es sich handelt mit der sie in Trance in Kontakt treten soll. Das hat den Vorteil, dass man ohne eigenen Ideen und Vorwissen ganz neutral in die Erfahrung hinein gehen kann.
Die Reiseberichte werden danach schriftlich notiert und in der Gruppe ausgewertet. Im Anschluss erfolgt die Auflösung, um welche Pflanze es sich gehandelt hat, und die Recherche darum, in wie fern die erlangten Informationen mit denen der Literatur übereinstimmen.
Zu erwarten sind meiner Erfahrung nach, entgegen jeder „rationalen“ Vernunft, Übereinstimmungen der Reiseberichte mit der Literatur – aber eben auch Informationen, die nicht in den Büchern stehen. Diese sind natürlich von besonderem Wert, sofern sie gehäuft auftreten.
Geplant ist die Arbeit mit den grundlegendsten Heilpflanzen, die häufig vorkommen und leicht zu finden sind. (ca. 20-30)
Am Ende soll jeder Teilnehmer das Grundwissen besitzen, diese Heilpflanzen in der Natur zu finden, und seine Heilwirkungen zu kennen. Dieser Grundstock reicht eigentlich aus, um die allermeisten Krankheiten zu behandeln.
Durch die eigene Erfahrung lässt sich das Wissen auch besonders gut einprägen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Heilwirkung durch einen persönlichen Kontakt um ein vielfaches potenziert werden kann, sofern man es benötigt.
Dieses Wissen und diese Fertigkeit macht einen mehr oder weniger unabhängig von Apotheken, was in naher Zukunft vielleicht von großer Bedeutung werden könnte.
Es wäre wünschenswert, dass jeder Teilnehmer die Fähigkeit der Trance-Reisen zuhause übt, sofern er es nicht sowieso schon tut. Diese lässt sich nämlich genau so trainieren und verbessern, wie jede andere Fähigkeit auch.
Kein Teilnehmer ist an das schamanische Paradigma gebunden, sondern jeder kann natürlich in seinen eigenen Systemen arbeiten.
Wer allerdings Anfänger in Trance-Arbeit ist, sollte nicht abgeneigt sein, das schamanische Weltbild und die Theorie dahinter zu benutzen. Der Vorteil ist einfach, dass es gut funktioniert und leicht mit Pflanzenarbeit kombinierbar ist. Neben der Trance-Reise ist da dann nämlich noch der Krafttier Aspekt zu nennen, den es im westlichen Core-Schamanismus gibt, der darüber hinaus noch wertvoll ist.
Ich würde den interessierten Anfängern auf jeden Fall eine Einweisung geben – und die ersten Trommelkreise als reinen theoretischen und praktischen Übungszweck sehen, bevor wir dann mit der richtigen Arbeit mit den Heilpflanzen beginnen. Bitte schreibt mir dazu noch eine E-Mail (Leonhard.Puttich@gmx.de) , damit ich weiß, wer alles daran interessiert ist! Die Übungen können ab nächste Woche, also Anfang Juni, losgehen.
Die Arbeitsgruppe trifft sich bei mir zuhause in einem zweiwöchigen Abstand abends unter der Woche. Ich habe einen separaten leeren Raum für eben solche Projekte in meiner Wohnung eingerichtet. Mitzubringen sind Trommeln, Rasseln & Kraftgegenstände.
Um einen geeigneten Tag zu finden, an dem möglichst alle können, tragt euch bitte hier ein: http://www.doodle.com/abi3qwbn94nbawu4
Den Arbeitskreis würde ich bewusst offen lassen, da man die verblindeten Ziele auch nacharbeiten kann. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die einen Termin verpasst haben.
Wünschen würde ich mir eine große, aktive Gruppe die sich mit Forscherdrang in diese Gefilde vor wagt.

Mögen wir zum Nutzen unserer Mitmenschen die Heilpflanzen wieder so entdecken, wie es unsere Vorfahren wahrscheinlich vor langen Zeiten getan haben, und den Niedergang dieser Heilkunde entgegen streben.
Liebe Grüße,
Leo


Empfohlene Literatur:
1. Michael Harner – der Weg des Schamanen (Schamanisches Grundlagenwerk. Zu empfehlen!)
2. Eliot Cowan – Pflanzengeist-Medizin (Heilpraktiker aus den USA, der das gleiche macht, wie wir wollen. Die Hälfte des Buches besteht aus Interviews mit Heilpflanzenheiler in Südamerika.)
3. Wolf Dieter Storl – Kräuterkunde (Ethnobotanisches Grundlagenwerk über Pflanzendevas.)
4. Jeremy Narby - Die kosmische Schlange: Auf den Pfaden der Schamanen zu den Ursprüngen modernen Wissens. (Über den Wissenserwerb der Natives.)"

- im Namen von Leonhard gepostet

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