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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 20. März 2013

Magische Symbole: Om/Aum


Wer kennt ihn nicht, den durchdringenden Klang der Schöpfung? Ist es vielleicht sogar der Klang des Urknalls?!

Das aus dem Sanskrit entstammende Om (oder "Aum") ist eines der bekanntesten magischen Symbole Indiens und enthält gleich eine Fülle von Bedeutungen, an die man aus den verschiedensten Richtungen herantreten kann. Es handelt sich hier nicht nur um ein Symbol magischen Inhalts als Solches, das für das sogenannte "Pranava Mantra" steht,  sondern es ist die Verschriftlichung der heiligsten Silbe des Hinduismus. Doch dem nicht genug: "OM" ist der übergeordnete, durch das Multiversum reisende und doch personale (ALL-)Gott Brahman, der sich in diesem Ton und Zeichen manifestiert (Upanischad-Mystik). Auch im Buddhismus verliert das heilige Sprachsymbol nicht an Wichtigkeit: Es steht für Buddha, dessen Lehre und Anhängerschaft. Dieser Umstand macht diese simpel klingende Silbe zum Allerheiligsten der meisten Inder und zum Bestandteil jeder Verehrungsformel der zahlreichen Spiritualitäten und Religionen dieses Kulturkreises.
Diese hohe kultische Bedeutung hat das "OM" schon seit Ende der vedischen Zeit, also schon seit über 3000 Jahren. Besonders geschätzt wird diese heilige Silbe zur Vertreibung von schadbringenden Dämonen. Das klingt besonders logisch, da ja bereits der vibrierte Buchstabe "O" im IAO-Ritual ebenfalls eine solche Wirkung bieten kann. Aus genau diesem Grund bietet es sich gleichermaßen an am Anfang und Ende eines jeden Rituals ein BANNENDES dreifaches "Om" oder einfaches "I-A-O"  zu rezitieren.
Bei Versenkungs- und Konzentrationsübungen aller Art wirkt das eintönige Summen äußerst förderlich und kontrolliert zeitlich den Atem.
Die Darstellungen des "OM" lassen erkennen, dass dieses Symbol und dessen tonale Ausführung Nähe zu den Göttern, ja göttliche Konversation ankündigt und erzeugt.







Persönliche Entschlüsselung des Om durch Poeta Immortalis
(mit bildhafter Erläuterung in Klammern)

Meine Erfahrung und Interpretation dieses magischen Symboles sieht eine sich aufbäumende, aufsteigende Weltenschlange oder Kundalini (3), an die ein Symbol für Sinnes- und Sprachäußerung, sowie Kontakt (rechts anschließender s-Kringel) anschließt. Darüber befindet sich eine Kombination aus einer unteren Mondsichel (oder möglicherweise auch einer Art Barke), sowie einer Sonne, wie man es aus Mesopotamien und Äygpten als Vergleich kennt. Dieser letztere Bestandteil symbolisiert eine Hohegottheit solaren Hintergrundes oder eine Kombination aus solar und lunar, den in allen Zeiten lenkenden Gestirnen der Erde. Es wird durch dieses Symbol ein Aufstieg der irdischen, natürlichen Tiefenkräfte, der sexuellen Energien und des Komplexes Weisheit-Wissen zu und durch göttliche Sphären, wie Entitäten verdeutlicht. Die Quelle und Ursache dieses Vorgangens ist der heilige Laut, der den Kontakt herstellt und Pforten zu allen genannten Bereichen eröffnet. Genau dies wird bildhaft durch das balinesische "Om"-Symbol noch viel eineindeutiger. Hierbei könnte man noch die Kundalini aus dem Wurzelchakra kriechen sehen, die Schlange, die aus den Tiefen der Erde hinaufsteigt, die stellaren Ebenen zu erreichen sucht...




Quellen:
Freydank, Reinecke, Schetelich, Thilo: Der Alte Orient in Stichworten, Leipzig 1978, S. 326.
http://www.shaivam.org/mantra_pranava.htm

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