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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 14. Januar 2013

Lord Shiva


Göttertrinitäten sind keine Seltenheit in pagenen Kulturen. Neben der mesopotamischen Götterdreifaltigkeit Anu-Enlil-Enki, gibt es im alten Orient auch noch Weitere... Eine davon ist die hinduistische Trimurti (Sanskrit für "Dreigestalt"), bestehend aus Brahma, Vishnu und Shiva, die für Schöpfung, Erhaltung und Verfall stehen. Dabei ist besonders relevant, dass diese drei Aspekte zu jeder Zeit im Einklang und Gleichgewicht (Equilibrium) agieren müssen, damit es zu keiner Weltvernichtung kommt. Auch und besonders ohne Verfall, also abbauende Prozesse, kann nichts existieren! Der Tod ist viel wichtiger, als es den meisten Menschen bewusst ist. Denn ohne ihn ist bald alles Material zur neuen Schöpfung aufgebraucht, ja es würde zu ewigen, unvorstellbaren Daseinsqualen kommen, wenn nur erhalten werden würde, was geschaffen wurde, ohne dass es je vergeht. Gerade in der postmodernen Welt der globalen wirtschaftlichen Ausbeutung der Natur und all ihrer Wesen zur blindwütigen Schöpfung materieller Reichtümer ohne Sinn und Verstand, gewinnt der Verfall und damit auch Shiva an zunehmender Bedeutung. Denn wenn abbauende, rückbildende Kräfte jetzt nicht erstarken, jetzt nicht dem ganzen kapitalistischen Gewinnstreben Einhalt gebieten, wird eine baldige Katastrophe unausweichlich sein.
Wir alle müssen lernen der Natur das zurückzugeben, was wir ihr nehmen und schon genommen haben! Sonst wird sie es eines Tages von selbst tun.

Genau aus diesem Grund, soll an dieser Stelle, mit diesem niedlichen Kindertrickfilm zum Gott Shiva zu einem verstärkten Abbau von unnötigem Tand aufgerufen werden, ja der "Herr der Tiere" möge die Menschen auf neue Wege mit der Natur führen, auf dass die unnatürliche Alltagssklaverei, voll unbedachtem Konsum, sein Ende findet und in ein lebenswertes, besonderes Sein, mit dem Vorhandenen, mündet!
Zum Film selbst sei zu sagen, dass er in langsam und deutlich gesprochener Englischer Sprache die Mythen und Attribute rund um Shiva sehr einfach und gut erklärt, um ein optimales Verständnis zu gewährleisten, selbst wenn man nicht die leiseste Ahnung von indischer Mythologie hat. Fehlübersetzungen sind meiner Meinung nach "hell" und "heaven": Dies sei bitte nicht im christlichen Sinne zu verstehen! Ich würde es mit "Unterwelt" und "Oberwelt"/"himmlischer Sphäre" übersetzen.




Quellen:

H. Freydank, W. F. Reineke, M. Schetelich, T. Thilo: Der Alte Orient in Stichworten, Leipzig 1978, S. 440.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=vtvkTvoPjwY

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