NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

_____________________________________________________________________________

Du bist neu hier? Eine erste Einführung hilft dir weiter!


Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Freitag, 26. Oktober 2012

Meldung: Samhain – der Wendepunkt der Zeiten

In der Nacht zum 1. November ist es wieder an der Zeit: Es ist Samhain, das keltische Neujahrsfest, das gleichzeitig ihr wichtigstes Jahreszeitenfest darstellt. Doch eigentlich ist der Termin dieses Festes gar nicht auf ein Datum unserer heutigen Zeitrechnung fixiert, denn Erstens benutzten die Kelten einen Kalender, der an Mond und Sonne orientiert war, wobei Samhain das höchste Mondfest darstellt (, das daher im Grunde zum 11. Neumond, z.B dieses Jahr am 13.11.2012, gefeiert werden müsste) und Zweitens wurde Samhain, je nach Tradition und Zusammespiel von Anlässen in der keltischen Überlieferung, 1, 3, 7, 15 oder sogar 30 Tage lang gefeiert. Die Zahl 3 ist für die Kelten allbestimmend und heilig, was man auch an der Dreigestaltigkeit ihrer Götter (3 Seelenteile), sowie ihren magischen Zeichen (z.B. Triskele) sehen kann und tritt so auch in diesen zyklischen Feierdaten prominent hervor: Als 3 an sich, 7 (= 3 Tage davor und 3 Tage danach), 15 (7 Tage davor ud 7 Tage danach, sowie 5 Mal 3) und 30 (2 Mal 15 und 10 Mal 3). Ab der Zeit des „letzten Samhain“ („Sam“ = keltisch für Sommer), also der letzten Sommertage, geht dieser endgültig vorüber und die kalte Jahreszeit beginnt, die bei den Kelten bis zum 1. Mai („cet samain“), dem „ersten Samhain“ andauert. Diese nun folgende kalte Jahreszeit, ist die Hauptaktivitätszeit der keltischen Druiden, den sogenannten „Filid“. Doch nicht nur sie werden nun besonders aktiv. Sämtliche Übergangsorte zur Anderswelt (,keltisch „Sid“ ,) stehen offen und Geistwesen aller Art kommen zu uns. Ebenso haben wir jedoch die Möglichkeit besonders einfach in die jenseitige Welt zu reisen, zum Beispiel mit Hilfe diverser Astralreisetechniken. Die Botinnen der keltischen Götter, die ehrenhaften Banshees, werden ausgesandt, um Einladungen an die Lebenden zu überbringen. Wer annimmt, der wird, von ihnen in die Anderswelt geführt und kann dort Dinge erleben, wie sie zum Beispiel in den irischen Legenden und Epen beschrieben werden, denn die Meisten davon trugen sich direkt in und um dem herbstlichen Samhainfest zu. Die aufkommenden Nebel und kalten Winde, sind ein untrügliches Zeichen für die Präsenz andersweltlicher Wesen.
Mit der Anwesenheit der Götter und Ahnen ist nicht nur Altes verbunden:  
Samhain ist und war stets der Wendepunkt der Zeiten, auf den starke Wandlungen und Neuerungen folgten! 
Das ist nicht unwesentlich auf die nun vorhandenen starken jenseitigen Einflüsse zurückzuführen. Wer sich den positiven Einflüssen der Geister der Natur (z.B. auch den irischen Feen) und der der heidnischen Götter öffnet, wird so mit Sicherheit im neuen Zeitalter des Wassermanns eine Menge erreichen können!


Riten zu und um Samhain:
  • Sammeln von Mistelzweigen
  • Entzünden eines geweihten Druidenfeuers/ Entzünden von Lichtern
  • Opferzeremonie(n) für die Götter und Ahnen
  • Zubereiten und Opfern eines (Wild-)Schweines, denn es ist das heilige Tier des Druidengottes Dagda und des lichten Kriegergottes Lug (oder zu Königsweihen eines weißen Rindes, dem Symbol der irischen Königswürde und des Widerstandes gegen fremde Besatzer)
  • Versammlung mit Zusammenfassung des vergangenen Sommers und Planung des Neuen, (Be-)Schließung von Gesetzen, Verträgen, Bündnissen und Freundschaften
  • Festmahl mit reichlich Speis und Trank (Met, Wein, Bier)
  • Spiele, Musik und Tanz
  • Wahrsagen und Kontakt mit dem Andersweltlichen
  • Elementarmagie
  • Schutzzauber für den Winter und das neue Jahr
  • Schad- und Zerschlagungszauber gegen bösartige und weltbedrohende Wesenheiten, z.B. auch im altägyptischen Kontext „Die Zerschlagug des Apep“ 

Die Samhainritualistik, läuft wie alle Feste der Kelten, zyklisch ab: Das heißt, mit dem was man beginnt, muss man auch enden (, was jedoch meist in umgehrter Reihenfolge abläuft). Zudem finden keltische Rituale, abgesehen vom Mistelschneiden, stets in der Nacht, der heiligen Tageszeit, statt. Die Wichtigkeit der Nacht für die Kelten erkennt man auch besonders an ihrer Zeitrechnung in Nächten, anstatt in Tagen. 

Carpe noctem. Nutze die Nacht!



Quellen:

Francoise Le Roux, Christian-J. Guyonvarc'h: Die Hohen Feste der Kelten, Uhlstädt-Kirchhasel, 2008, S. 39-78.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mondphasen_%28Tabelle%29

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen