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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Samstag, 19. Mai 2012

Lyrik: Totales Christentum

Total – Totalitär
Gott herrscht – keiner mehr!
Gott verbietet – feuchter Traum
Kluge Schlange – alter Baum
Vertrieben – Paradies
Natur ade! – Speer und Spieß
Jungfrau – Freudenhaus
Pech gehabt – bad es aus!
Verbrecher – gerechter Tod
Mann am Kreuz – Gnadenbrot
Höllenfeuer – Himmelfahrt
Nur für euch – schmort und gart!
Kannibalen – Sonnentag
Jesu Blut – weil ich es sag!
Messias – Glaubenskrieg
Gib Gas – für den Sieg!
Glaube – blind vertraun
Taube – abgehaun
Kreuzzug – Massenmord
Gibt es – an jedem Ort
Klaut das – was bewährt
Diebstahl – und verehrt
Jesus – Antichrist
Sieg dem – der stärker ist!


Copyright  2011 by Poeta Immortalis




In diesem beabsichtigt harten und überaus kritischen Gedicht wird das Christentum mit dem Dritten Reich, also einer christlichen Diktatur, verglichen. Es gibt innerhalb der Verse inhaltliche Verbindungen zur nächsten oder davorliegenden Zeile, sowohl über Kreuz, als auch linear. Es entsteht so ein tiefgründiges Sinngeflecht, das provozieren soll und die Menschen dazu zwingt sich mit den behandelten Thematiken zu beschäftigen. Es mag sicher etwas brachial erscheinen... ein Ausdruck für das brutale Vorgehen des Christentums und die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Nazis und Kirchen, die sich im Nachhinein natürlich in eine nie dagewesene Opferrolle stellten, um nicht in Massen an Anhängerschaft zu verlieren.
Trotz allem fehlt natürlich auch nicht eine Spur Gewitzheit in diesem Werk: Der Narr, lachend und doch mit Tränen in den Augen...

Man soll von solch' Schauspiel halten, was man will...

Der Narr des Visconti-Sforza Tarot
Zum Narren soll es noch eine ausführlichere Übersicht über die verschiedenen Tarot-Decks geben (Link).


Kommentare:

  1. Sternenschweif23. Mai 2012 um 18:29

    Das Gedicht wirkt wirklich etwas brachial auf den ersten Eindruck, ich war etwas verstört, auch mit dem Bild dazu, immerhin kenne ich einige sehr angenehme christliche Mitmenschen, aber wenn man sich die Christliche Religion im Geschichtlichen Verlauf ansieht, ist doch etwas dran..

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  2. Ich danke dir für deinen Kommentar, Sternenschweif!
    Das Gedicht ist für mich selbst wie ein expressionistisches Kunstwerk... :D
    Dieses Werk (wie auch immer man es finden mag) soll die Menschen, diesmal nicht dezent, sondern mit aller Härte auf die Realitäten bibeltreuen Christentums hinweisen. Dabei habe ich im Grunde nur wichtige Teilaspekte herausgegriffen.
    Es soll auf keinen Fall irgendeine Person, die sich selber als Christ bezeichnet, angreifen, gerade, da doch viele Christen heutzutage alles andere als bibeltreu leben. Es gibt auch in meinem Bekanntenkreis durchaus sehr sympathische Personen christlicher Konfession. Und die kann es auch anderswo geben, keine Frage... Doch sollte dabei auch bewusst sein, was für zweifelhafte, erbarmungslose, grausame und diktatorische Wesenheiten, durch alle Christen (allein wenn sie nur getauft sind und unabhängig davon ob sie zur Kirche gehen) unterstützt werden... Es ist, als wäre die Essens des "Bösen" in nie dagewesener Form im abrahamitischen "Gott" gebündelt, der seine Sklaven ständig zu neuen Verbrechen anstachelt, ja umso mehr foltert, wenn sie diese nicht ausführen...

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    1. Ich habe schon als kleines Kind "gespürt", daß mit der Religion, und dem "einzig wahren Gott" etwas nicht stimmt.

      Zum Glück habe ich dann doch dem Weg zrück zum Heidentum gefunden

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