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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Sonntag, 25. März 2012

Sprechende Bilder: Treppen steigen...



"Es ist Zeit Treppen zu steigen, anstatt auf kaputten Achterbahnen zu fahren." - Poeta Immortalis

I had a dream, könnte ich sagen... Und schon ist es passiert.
Diese Weisheit ist das Fazit meines Symboltraumes vom 24.03.2012. Das von mir zusammengestellte  Sprechende Bild, kommt einer entscheidenden Sequenz meines Traumes schon einmal ziemlich nahe, sodass es möglich wird sich in diesen hineinzudenken.
Wie jeder Traum, so hat auch dieser Satz viele Bedeutungsebenen... Fest steht: Es ist ein Aufruf zurück zu uralten freiheitlichen Wegen und fort von den modernen Zwangssystemen, in denen kein individueller Weg toleriert wird. Jeder soll dabei die freie Wahl haben, wirkliche Entscheidungsfreiheit! Das Treppensteigen macht zwar viel mehr Arbeit, fordert wahrlich Kraft, doch man kommt auf seinen eigenen freien Wegen vorwärts und fährt nicht ständig im Kreis, verschwendet nicht sein Leben für den zwangswirtschaftlichen Alltag. Fortschritt mit der Natur und nicht Stillstandsscheinfortschritt in einer zerstörerischen Gedankendiktatur. Sind denn in der modernen massenmedialen Gesellschaft noch unsere Gedanken frei?! Wohl leider nur bei einer freidenkerischen Minderheit...
Achterbahnen stellen einen ständiges Auf und Ab, Überschläge und heftige Umschwünge dar, denen man hilflos und ohne Ausweg ausgeliefert ist. Das kann einen schon, salopp gesagt, ab und an richtig ankotzen. Nur wer enorm viel Geld besitzt, kann vielleicht die Achterbahn nach seinen Wünschen umbauen lassen... Geld regiert damit die Welt. Mit Geld und Einfluss kann man selbst die Bahnen anderer Menschen umlenken und sie nach seinen Wünschen in Adrenalinrausch versetzen oder schädigen... Die Welt der wirtschaftlich finanzierten Achterbahnen ist die Welt der blinden Sensationssucht, Sensationsabhängigkeit, ohne sichtbaren Ausweg. Alles überflutet von bunten Lichtern und dudelnder Spaßmusik... Diese gefangenen Menschen gehen nicht mehr auf den Straßen und Wegen, Treppen, Parks und Wäldern der alten freien Welt. Sie haben sie vergessen, ja werden auf der Achterbahn geboren.
Die Wenigen, die aus diesem System ausbrechen konnten, haben schier unendliche Freiheiten. Sie können die Welt verändern, wenn sie sich nur zusammentun! Sie könnten vielleicht Andere aus ihren Zwängen und Abhängigkeiten befreien und die Zerstörung der Natur, die der Bau immer neuer Achterbahnen verursacht, verhindern. Die Freidenker haben eine breite, riesige Treppe vor sich, mit der Möglichkeit unzählige Wege zu gehen, die sogar einen Aufstieg (spirituell oder grobstofflich) aus eigener Kraft realisieren kann.

Doch nicht nur so allgemein kann man den Traumsatz betrachten. Gehen wir doch mal in die Ebene der zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch hier finden wir gesellschaftlich normierte Zwänge. Es ist in Deutschland und der gesamten christlich geprägten Welt indirekt verpflichtend eine monogame Beziehung zu führen. Nur EINEN Partner darf man laut Gesetz heiraten und wenn es nach den christlichen Kirchen ginge, wäre es ebenso verpflichtend bis zum Lebensende mit nur diesem einen Partner, ohne Ausnahme, zu verkehren und zusammenzuleben. Es ist alles von Anfang bis Ende durchgeplant und auf festen Bahnen geregelt, denen man zu folgen hat, wo wir wieder bei den Achterbahnen wären. Es sitzen auch nur immer zwei Personen nebeneinander in einem Wagen, wenn man die Symbolik genauer betrachtet.
Für individuelle Bedürfnisse oder andere Beziehungsformen, wie man sie in der Natur oder bei alten paganen Völkern findet, ist kein Platz. Wer aus diesen Bahnen ausbricht, der betritt eine Grauzone über die niemand spricht und falls doch, dann nur verächtlich und herabmindernd. Gemeint ist die polyamoröse Beziehung, die Liebe zu mehr als einem Partner in gegenseitiger Gleichberechtigung zulässt und begrüßt. Diese Beziehungsform macht (fast) alles möglich, was für das individuelle Glück eines Jeden nötig ist. Dabei geht es nicht um Lug und Betrug, wie wenn sich jemand während einer monogamen Beziehung andersweitig ausleben will. Es ist gerade eine Form der Liebe, die gegen solche Ungerechtigkeiten vorgeht und allen Beteiligten gerecht wird, ohne , dass das was mit einem "Harem" zu tun hätte. Besonders wichtig ist, wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung, die offene und ehrliche Kommunikation! Sie wird bei Polyamorie zum essentiellen Bindeglied damit alle beteiligten Partner auf einer Stufe der Treppe stehen. Breit genug ist sie ja...
Natürlich gibt es da auch bei Freidenkern große Meinungsunterschiede und verschiedenste individuelle Bedürfnisse, die jeder nach seiner eigenen Façon und Wunschbeziehungsform befriedigen sollte. Für die Wesen mit den großen Herzen (und komplexen Seelen), die nicht nur Platz für einen Partner bieten, steht jedenfalls fest: Ja, man kann mehr als eine Person gleichzeitig lieben, auch ohne irgendeine Benachteiligung. Doch das erfordert natürlich mehr Anstrengung, die eine Beziehung fordert, mit dem Resultat: Mehr Liebe, Kraft, Ehrlichkeit und dadurch Beständigkeit. Nachhaltlig lieben und leben soll das Ziel sein.
Für alle, die nun immer noch glauben, dass Polyamorie dasselbe wie Fremdgehen, Rumhuren und dergleichen sei: Da liegt ihr voll daneben! Es muss noch nicht einmal etwas mit Sexualität zu tun haben, denn das wäre Polygamie... Polygamie innerhalb polyamoröser Lebenswelten ist ja im Prinzip nur eine weitere Option in einer liebenden Gemeinschaft oder Partnerschaft, die auf gegenseitigen Einverständnissen und Mitliebe beruht. Das ist es, was eine Gemeinschaft schafft und zusammenschweißt... man erlangt mehr und mehr eine Art Herdenbewusstsein, einen Gruppengeist, der alle Beteiligten stärker macht, so wie man es von Tieren kennt. Man kommt der Natur näher.
Aber nun zu den essentiellen 80 %, die für mich Polyamorie ausmachen:
Nun... ich denke fast jedes Lebewesen hat sicherlich mindestens einmal die Erfahrung gemacht eine tiefe platonische Liebe zu lieben Wesen, denen man begegnet zu empfinden, ohne dass diese zur eigenen Familie gehören würden... manchmal könnte ich spontan besondere Menschen auf der Straße umarmen, die ich nie zuvor gesehen habe... oder ich schenke einem fröhlichen Kind ein Lächeln... ,tänzle vor Glück umher, weil ich dieses tiefe Gefühl von Liebe zu jenen Personen in mir habe,  OHNE, dass irgendwelche sexuellen Gedanken mich durchstreifen oder ich eine Beziehung mit ihnen anfangen wollen würde... Es ist diese tiefe Verbundenheit, die mich in solchen Momenten glücklich macht. Ich werde Eins mit ALLEM... mit Tieren, Pflanzen, Steinen, der Erde, dem Wasser, der Luft... ich bin verliebt in alles wahrhaft Liebende! Schenkt doch auch ein Lächeln, schenkt doch auch etwas Liebe... eine kleine Geste vielleicht... mehr nicht. Wie glücklich könnte diese Welt werden...

Jeder Leser kann und SOLL sich hier seine eigenen Gedanken machen und vielleicht eine ganz andere alternative Interpretation finden! (Diese kann dann auch gerne als Kommentar gepostet werden.)

1 Kommentar:

  1. Sternenschweif23. Mai 2012 um 18:39

    Lustigerweise, bzw. auf eine schöne Art und Weise hat mich dieses Bild an meine kürzlich verstorbene Grossmutter erinnert, die immer sehr vital und frohen Mutes durch das Leben gegangen ist und mir eine Quelle grosser Kraft war und ist. In ihren letzten Monaten mussten wir einen Treppenlift installieren und die Vorstellung eines eben solchen an der monumentalen Treppe hat mich zum schmunzeln gebracht...

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