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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Mittwoch, 29. Februar 2012

Sprechende Bilder: Götter kennen...

Ein ahnungsloser Suchbrief nach Wissen... und: Warum man die Götter kennen sollte...


Warum soll es von Belang sein Götter und Göttinnen zu kennen?
Ganz einfach: Weil sie auf uns alle in irgendeiner Form Einfluss nehmen können! Und sollten wir uns nicht selbst aussuchen können wer wie auf uns Einfluss nimmt?!
Wer sie eben nicht kennt und blind den Normen seiner Gesellschaft folgt, der unterwirft sich womöglich blind, taub und stumm unbekannten und vielleicht sogar schadbringenden, grausamen Mächten! Warum überhaupt unterwerfen?! Niemand muss sich Göttern unterwerfen! Jedes Wesen hat die Wahl und sollte sie nicht so einfach verschenken!
Wer sich beispielsweise durch die Taufe unterwirft und das Ganze mit der Konfirmation bestätigt, der kann das nicht mit einer Meinungsänderung rückgängig machen, sondern nur mit magischen Gegenmaßnahmen, da diese Unterwerfungs- und Initiationsriten selbst jeweils ein magischer Akt sind! Deshalb ist gerade die Kindstaufe sehr verwerflich, denn sie raubt dem Menschen für immer seine Wahl frei über sich selbst und die eigene Spiritualität, ja das eigene Nachleben, zu entscheiden, sofern diese Personen nicht die Möglichkeiten kennen, dies rückgängig zu machen! Wer Hilfe diesbezüglich benötigt, wende sich bitte per E-Mail an: poeta-immortalis@web.de
In allen polytheistischen Kulturen ist die Ehrerbietung den Gottheiten gegenüber die eine Sache... Doch niemand ist verpflichtet sich ihnen zu unterwerfen oder ihnen ewig zu dienen, so wie es Christentum, Islam und Judentum der ganzen Welt aufzwingen wollen! Das Verhältnis zu Göttern und Göttinnen ist bei Heiden eher ein Freundschaftlich-würdigendes und findet, je nach Wesenheit, sogar auf gleicher Augenhöhe statt.
Auch die Schwestern und Brüder der Wicca-Bewegung scheinen von Göttern und Göttinnen gehört zu haben. Doch etwas ist hier oftmals anders: Es wird von DER ominösen „Göttin“ und DEM ,ebenso monistisch reduzierten, „Gott“ gesprochen. Historisch hat es sowas in polytheistischen Kulturen wohl nie gegeben. Stattdessen gingen alle Völker selbstverständlich und erwiesenermaßen von der Realexistenz einer Vielzahl von Gottheiten aus. Trotzdem liest man in vielen Wicca-Büchern von einer Betrachtung der Gottheiten als abstrakte Prinzipien oder gar sowas wie einen Duotheismus (alle Göttinnen sollen demnach Aspekte einer einzigen sein und alle Götter Apekte eines einzigen). Duotheismus verleugnet zudem, wahrscheinlich von christlichen unnatürlichen Wertesystemen beeinflusst, alle ungeschlechtlichen, mehrgeschlechtlichen und Zwittergottheiten.
Auch wenn man mal an ganz alltägliche Beziehungen zwischen Frau und Mann denkt: Für immer mit ein und demselben Kerl/Weib zusammen, der/die auch noch eine Vielzahl unheimlich schlechter Eigenschaften hat?! Wie soll das auf Dauer gut gehen?! Das gibt Beziehungskrisen ohne Ende... Und warum ist in den positiven Zeiten dabei nichts entstanden? Keine neuen Gottheiten trotz absolut zweisamer göttlicher Existenz in Monogamie?! Das klingt nicht nur extrem unwahrscheinlich, sondern widerspricht schon der Natur an sich. Derartige Vereinfachungen in Form von Prinzipien oder Duotheismus können sicher ganz nützlich sein, um gewisse Teilstrukturen der Welt verständlich zu machen, jedoch sind sie keineswegs deren Ebenbild! Die Welt ist und bleibt unheimlich komplex und wir sollten versuchen sie so zu verstehen, wie sie ist, und nicht wie wir sie für uns maximal vereinfachen können. Die einfachste Lösung ist eben nicht immer die Beste! Oder soll es besser sein einen erzwungenen, vorgegebenen Weg zu gehen, als einen eigenen, Individuellen, der einen glücklich macht?! Diese Beispiele sollen vorerst genügen, um diese Gedanken vom Wissen um die Götter klarzustellen. Jede/r möge selbst darüber meditieren und sich eine eigene Meinung bilden. Es ist anzumerken, dass es unter Wiccas ebenso solche gibt, die eher an die Historie anknüpfen und mit namentlich genannten speziellen Göttern arbeiten, wie es auch in Antike und Vorantike üblich war. Schließlich ist auch die Wicca-Bewegung keine einheitliche, dogamtisierte Gruppe, sondern hat gewisse Freiheiten.
Nicht nur von den Göttern gehört zu haben ist wichtig, sondern man sollte als Magietreibende/r auch auch über den neuesten Stand der Verhältnisse, Beziehungen, Verträge, Konflikte und Kriege untereinander bescheid wissen: Nur so kann man verhindern irgendwann als Spielball der Götter zu enden, indem man in ihre gegenseitigen Interessen eingespannt wird und sich so unbewusst riesigen Ärger aufhalst. Wie auch bei den Menschen, so gibt es auch bei den Göttern Intrigen, wie die verschiedensten Mythologien weltweit eindrucksvoll beweisen. So ist es nicht anzuraten mit verfeindeten Göttern, wie dem Gott der der drei großen monotheistischen Religionen und dem ägyptischen Sonnengott Ra zugleich zu arbeiten, weil jeder von Beiden versuchen würde den Anderen durch den Magier/die Hexe (etc.) zu schädigen, was nicht nur die magische Aktion, sondern womöglich sogar den beteiligten Menschen gefährden würde. Dazu sei auch noch zu erwähnen, dass der monotheistische Gott ständig mit allen anderen Göttern Krieg führt. Das Ganze ist sozusagen ein andersweltlicher Weltkrieg, der durch die Menschen maßgeblich beeinflusst wird, indem sie bestimmte göttliche Wesenheiten fördern oder bekämpfen. In dem Kontext könnte man den „Herrgott“ ganz klar mit Hitler vergleichen...
Der EINE im Allmachtswahn mit der gleichen Brutalität, Rücksichts-, Herz- und Gewissenlosigkeit , geübt in der Massenvernichtung – heute unterstützt von abermillionen Menschen... Mögen auch sie die alten Götter kennen lernen!

Auflösung der Frage: Bei den im Bild abgebildeten Personen handelt es sich um Hermes (ein Gott), Eurydike (eine Nymphe) und Orpheus (ein Heroe).
Hermes ist der Totengeleiter der griechischen Götterwelt. Als Gott des Handels, der List und schließlich auch der Diebe, hat er so einiges mit dem nordischen Loki gemein. Orpheus versuchte in der Sage seine geliebte Eurydike, nach deren tragischen Ableben aus dem Hades (Ort in der Unterwelt, der Ähnlichkeiten zum nordischen Hel aufweist) zurückzuholen. Die gesamte Geschichte findet ihr in Ovids „Metamorphoses“.
Um solche Feinheiten zu erkennen bedarf es Wissen über die Götter! Und wie gelangt man schneller zu Wissen über die Götter, als wenn man sie einfach persönlich danach fragt?!



Quellen:
Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums – Die Frühzeit (Band 1), S. 76,77
http://www.romanum.de/latein/uebersetzungen/ovid/metamorphosen/orpheus.xml

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