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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Dienstag, 11. Oktober 2011

Was ist Magie?

Magie ist die Kunst, Fähigkeit und Macht mit Hilfe besonderer Techniken und/oder veränderter Bewusstseinszustände Feinstoffe (auch Magis genannt) wahrzunehmen, zu bewegen, in verschiedensten Formen zu kontrollieren, zu wandeln und mit deren Hilfe sogar grobstoffliche Dinge zu beeinflussen. Es ist im Grunde einfach eine gezielte Ausnutzung und Anwendung von verschiedensten Naturgesetzen und Kräften, wovon einige noch nicht offiziell wissenschaftlich anerkannt sind, jedoch in allen Kulturen der Erde in historischen religiös-magischen Kontexten erwähnt werden (zum Beispiel als Chi, Prana, Mana). Diese Feinstoffe bestehen aus so winzigen Teilchen, dass diese die groben Gitter fester Materie durchdringen können und reflektieren so wenig Licht, dass sie den meisten Menschen als unsichtbar erscheinen. Ebendiese Eigenschaften und die daraus resultierenden für die Wissenschaft im Verborgenen ablaufenden Kontakte und Interaktionen mit der Umwelt (mitsamt deren mysteriös erscheinenden Auswirkungen) sind einer der Hauptgründe, warum die Existenz derartiger Stoffe trotz zahlreicher wissenschaftlicher Nachweise (zum Beispiel durch Karl von Reichenbach) immer wieder in Zweifel gezogen wurden.
Doch wie funktioniert das nun im Detail?


Der moderne Magier Frater V. D. hat zur Funktionsweise der Magie eine sehr treffende vereinfachende erste Grundformel aufgestellt: „M = w + i + g“ Das heißt ausgeschrieben: Der magische Akt besteht aus Wille plus Imagination plus Gnosis (magische Trance). Der Wille wird überhaupt erst einmal für das Gelingen jeder magischen Aktion als Grundvoraussetzung benötigt. Seine Stärke beeinflusst maßgeblich auch der Intensität und Wirkung des magischen Aktes. Die Imagination bewegt in Kombination mit dem Willen nun verschiedenste Feinstoffe, da auch die Gedanken und Körperenergien feinstofflicher Natur sind. Nun ist es noch nötig und förderlich den Zensor zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein herabzusetzen oder sogar abzuschalten, da es das Unterbewusstsein ist, das direkten Zugriff auf die Körperenergien und sämtliche unbewussten Körperfunktionen hat, die es beim magischen Akt bewusst zu steuern gilt. Dies kann man mit Hilfe magischer Trance (Gnosis) erreichen. Weitere Möglichkeiten, die nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden sollen, jedoch relativ unüblich sind, wären verschiedenste bewusstseinserweiternde Mittel, die den gleichen Effekt erreichen können, jedoch die Willenskraft und Konzentration schwächen, sowie (nicht zu unterschätzende!) Nebenwirkungen haben können. Der Gebrauch von Drogen als Gnosis-Ersatz kann somit nicht nur das Gelingen des magischen Aktes, sondern sogar Gesundheit und Leben der Ausführenden gefährden, weshalb ich an dieser Stelle (besonders für Neulinge auf diesem Gebiet) dringlichst davon abraten möchte! Wenn überhaupt sollte dabei zu sanft wirkenden (legal nutzbaren) und ungefährlichen Kräutern (zum Beispiel als Tee oder zum Rauchen) gegriffen werden. 

Eine andere Möglichkeit magische Aktionen zu vollziehen, weitesgehend ohne eigene Kräfte und Körperenergien dabei aufzuwenden, bietet sich durch die Arbeit mit verschiedensten Geistwesen und Göttern. Es handelt sich dabei, im Gegensatz zu der schon beschriebenen Form, hauptsächlich um passive Magie. Hierfür ist die Evokation (Beschwörung/Anrufung in einen Raum), Invokation (Beschwörung in einen Körper) oder sonstige Mithilfe von andersweltlichen Wesenheiten nötig.
Nach erfolgter Evokation wird das gerufene Geistwesen darum gebeten eine magische Aktion auszuführen. Im Regelfall bekommt es dafür Opfergaben oder erscheint sogar erst (meist unsichtbar) nach deren Bereitstellung, also der erfolgreichen Übertragung von Feinstoffen (zum Beispiel in Form von Gebeten). Wen das an die christlichen Kirchen erinnert, der hat damit völlig Recht! Auch wenn die Kirchen das Wort Magie und Unmengen an Wissen mitsamt ihrer Träger verdammt, verfolgt und vernichtet haben, so führen sie, wenn auch passiv, magische Rituale aus und opfern dabei ausgiebig. Opfergaben können verschiedenste Dinge sein, die reich an feinstofflichen Energien sind: Getränke (vor allem Alkohol), Speisen jeder Art, Räucherwerk, Kerzen, getrocknete und frische Pflanzen und Pflanzenteile, Metalle, Gesteine (vor allem Edelsteine), persönliche und wertvolle Gegenstände, Körperflüssigkeiten, Körperenergien und sogar Tiere (wozu ich auch den Menschen zähle). Auch hier sei ausdrücklich gesagt, dass es hierzulande nicht nur strafbar ist Tiere und Menschen rituell zu opfern (oder anderweitig körperliche Schäden zuzufügen), sondern sogar schädliche Auswirkungen auf die Seele des oder der Ausführenden haben kann! Die Geistwesen und Götter nähren sich an den feinstofflichen Energien (aus denen auch Seelen bestehen) der Opfergaben und lassen den grobstofflichen Bestandteil zurück.
Bei der Invokation fährt ein andersweltliches Wesen in den Beschwörer oder eine andere ausgewählte Person und macht ihn besessen. Das äußert sich oft durch eine veränderte Stimmlage oder Redeart (Sprechen in fremden Sprachen – sogenannte Zungenrede bzw. Glossolalie), sowie verschiedenste ungewöhnliche Verhaltensweisen, die nicht zu der Person passen, die gerade als Medium fungiert. Die Gottheit oder das Geistwesen spricht und handelt nun komplett durch den Besessenen und kann demnach auch magische Aktionen selbstständig ausführen oder darum gebeten werden. Auch dabei spielen Opfergaben als Zeichen der Dankbarkeit und Gegenleistung eine große Rolle. Derartige Besessenheitsrituale finden sich besonders häufig im Voodoo-Kult. Aber auch theokratische Regenten früher Hochkulturen (Gottkönige und Pharaonen) wurden zu bestimmten Zeiten von der regierenden Gottheit besessen (im alten Ägypten war dies der Sonnengott Ra/Re). Weiterhin gibt es in dem Zusammenhang auch noch Teilbesessenheit, wobei jenseitige Wesen Besitz von einzelnen Körperteilen, vor allem den Händen und Armen, ergreifen, um dadurch einen magischen Akt zu vollziehen.
Fazit: Magie ist die aktive oder passive Nutzung feinstofflicher Energien mit Hilfe spezieller Techniken und ggf. auch Hilfsmittel, um Aktionen auszuführen, die einem ansonsten unmöglich wären. Der magische Akt ist etwas sehr Subjektives und es gibt wohl so viele Möglichkeiten diesen auszuführen und ihn zu beschreiben, wie es Gedanken darüber gibt.


Weiterführende Links zum Thema:


Quellen: Frater V. D.: Schule der Hohen Magie I – Einführung und Grundlagen der Praxis, Ansanta Verlag, München 2001, S. 22 ff.
Zitat aus: Frater V. D.: Schule der Hohen Magie I – Einführung und Grundlagen der Praxis, Ansanta Verlag, München 2001, S. 28.

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