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Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 24. Oktober 2011

Dämonen und Schattenwesen


Dämonen... wer hat noch nicht von ihnen gehört? Gar schreckliche, bösartige Kreaturen sollen es sein. Doch ist das wirklich so? Und woher kommen sie überhaupt?
Jede Kultur der Erde berichtet relativ unabhängig voneinander von dämonischen Wesenheiten verschiedenster Art (zum Beispiel vom Oni in Japan – siehe Bild). Doch erstaunlicherweise wird nicht über alle von ihnen Negatives berichtet. Es gibt sogar Wesen unter ihnen, die gar nicht so destruktiv ausgerichtet sind und zum Beispiel gegen Opfergaben ihre Dienste als Schutzwesen anbieten. Ein Beispiel dafür wäre die ägyptische gnomartige Gottheit Bes, die für ihre dämonische Herkunft bekannt war (ansonsten wurden dort hauptsächlich lichte Wesenheiten verehrt) und vor allem zum Schutze von Heim und Familie angerufen wurde. Religionsethnologisch betrachtet kann Dämonen auch grundsätzlich keine genaue Gesinnung zugeordnet werden, wie es das Christentum so gerne tut (und zudem verfälschend alles als Dämon bezeichnet, was nicht ihrem eigenen “Gott” untersteht). Sie können verschiedenste Gestalten haben und annehmen und sind somit keine Ordnung von Geistwesen, die man allein an ihrer äußeren Form erkennen könnte. Wie kann man sie also definieren?
Dämonen sind Geistwesen, deren Seele zum größten Teil aus dunklen und schweren feinstofflichen Energien (altägyptisch: emen) besteht. Diese verhindern, dass diese Wesen in höhere Ebenen der Anderswelt gelangen können, da sie damit einfach zu schwer und träge sind. Umso größer der Anteil dunkler, schwerer feinstofflicher Teilchen in der Seele ist, desto weiter unten muss das Wesen in den Ebenen der Unterwelt verweilen.




Es werden generell zwei Arten der Entstehung dämonischer Wesenheiten unterschieden: Eine natürliche, wachsende Entwicklung und eine Belastung bzw. Energieumwandlung, die als Abstieg bezeichnet wird.
Um die natürliche Entstehung von dämonischen Wesen zu verstehen, muss man zuerst den Aufbau der jenseitigen Welt strukturell kennen (siehe Anderswelten und jenseitige Lande). Wie schon erwähnt, besteht sie aus verschiedensten Schichten von Feinstoffen, in denen jeweils ein anderes Energieniveau vorherrscht. So besteht die unterste Ebene fast ausschließlich aus dunklen und schweren Teilchen, während die Oberste aus hellen, leichten Teilchen besteht. Dazwischen befindet sich die Mittelwelt (ebenfalls mit mehreren Ebenen), die relativ ausgeglichene Energien enthält. Soweit zur Theorie des Aufbaus. Wo und wie entstehen dämonische Wesenheiten nun?
Praktisch an den Spitzen der Wurzeln des Weltenbaumes Yggdrasil, in der untersten Ebene der Unterwelt, die einer finsteren Landschaft aus dunklen schlammig-schleimigen Seen und kargem morastigem Boden gleicht, formen sie sich. Lebensfeindlich, giftig, mal kochend heiß, mal tödlich kalt zeigt sich dieser Ort. Doch trotzdem entstehen hier Seelen – kleine schattenhafte dunkle Wesen. Kein Licht dringt bis hier hinunter. Nur vereinzelte Wesen, ähnlich denen in den Tiefen des Ozeans, erhellen hier und da mit dunklem Glimmen die Umgebung, deren wandelnde Schatten jedes Licht verschlingen. Doch es gibt etwas, das sogar bis hier herunter kommt. Und zwar die stärksten (Sehn-)Süchte und Ängste der grobstofflichen Wesen, transportiert in feinstofflicher Form. Diese Energien erwecken den Schlamm aus dunklen und schweren feinstofflichen Energien zum Leben. Aus ihm entstehen die Larven (bzw. Astrallarven), die meist wie nebulös-schattenhafte Würmer erscheinen. Ihre Form ist allerdings noch nicht gefestigt und daher veränderlich, manchmal Amöben ziemlich ähnlich. Astrallarven (Astralwelt ist ein anderer Begriff für das Jenseits) nähren sich nach ihrer Entstehung entweder weiter an dunklen Energien, oder suchen nach ihrem Erzeuger (der meist nichts davon weiß). Haben sie ihn gefunden, so heften sie sich an dessen Seele (,ähnlich einem Blutegel), um sich von den feinstofflichen Ausstrahlungen der Süchte oder Ängste zu ernähren, wodurch diese umso mehr verstärkt werden. Das Opfer des Parasiten merkt davon meist nur eine unbestimmte Ausgezehrtheit, ein immer stärker werdendes Verlangen nach dem Objekt der Begierde (Liebe hat nichts damit zu tun) oder auch eine Verstärkung von Ängsten. Diese Verstärkung von Beschwerden wird durch das Wachstum der Larve verursacht.
Das nächste Wachstumsstadium der Larve ist ein sogenannter Schemen, der eine etwas gefestigtere, aber dennoch schnell veränderliche Gestalt hat. Er wirkt wie ein blasser Schatten, der verschiedenste, nicht klar definierbare, Formen annimmt. Ein Schemen kann sich zusätzlich von Wut, Disstress, sowie von kleineren Schemen und Larven ernähren. Hat er dies lange genug getan, so vollzieht sich eine weitere Verwandlung.
Es entsteht dabei ein sogenannter Schatten, das seinem Namen, in Gestalt und Formgebung, gerecht wird. Schatten verstehen es sich gezielt den (, durch Behinderung des Lichteinfalls entstandenen,) Schatten diesseitiger Wesen anzupassen und können gezielt klar umrissene Strukturen ihrer Wahl annehmen. Diese Fähigkeiten nutzen sie um Lebewesen nachzustellen und sie zu starken Negativemotionen (, wie Angst,) zu veranlassen, von deren Ausstrahlungen sie sich ernähren. Am Besten sind derartige niedere dämonische Wesenheiten wohl den meisten Kindern (als “Monster”) bekannt. Doch nicht nur zu Kindern kommen Schatten! Erwachsene nehmen sie nur aufgrund ihrer zunehmenden Verfestigung der Seele im Körper, sowie Abstumpfung der feinstofflichen Sinne, meist nicht mehr wahr. Wie alle Wesen aus dunklen Energien (,so auch Larven, Schemen und Schatten,) reagieren sie empfindlich auf jedes Licht, da es ihre Strukturen zerstört und sie vernichten kann. So treten sie ihren Weg aus der Unterwelt meist erst nach Sonnenuntergang an oder halten sich bei am Tage (oder sonstigem Lichteinfall) an dunklen Orten auf (ggf. auch unter dem Bett). Bei ihren Attacken zehren Schatten im großen Stil an den Körperenergien, was sogar körperlichen Schmerz verursachen kann.
Wenn diese Wesen wiederum eine gewisse Größe erreicht haben, werden sie schließlich zu Dämonen mit einer meist gefestigten Gestalt. An dieser Stelle entwickeln sich verschiedenste Arten von Dämonen, die auch durchaus fähig sein können Grobstoffe zu beeinflussen. Ihre hohe Entwicklungsstufe befähigt sie sich nun von allen feinstofflichen Energien zu ernähren.
Es gibt noch, wie bereits erwähnt, eine zweite Möglichkeit der Dämonenenwerdung: Der Abstieg. Dies ist das Gegenteil vom Aufstieg, also der Werdung zu einer lichten Gottheit. Ein jedes Wesen kann durch die Ansammlung dunkler schwerer Energien in der Seele zu einem Schattenwesen oder Dämon werden, wenn dieser Anteil weit überwiegt. Der sogenannte Abstieg (zu einer dämonischen Gottheit) ist jedoch weitaus komplexer. Dazu muss gänzlich jede helle, leichte Energie verschwunden sein, damit, mit Hilfe enormen Aufwandes an feinstofflicher Energie, die gleichgeschalteten Seelenteile verschmolzen werden können. Ein mächtiges, dunkles Wesen entsteht.
Derartige Wesen, gehören, wie alle Schatten- und Dämonenwesen, zu den abbauenden Kräften dieser Welt, die jedoch genauso nötig sind wie die Aufbauenden (und alle, die sich von der Ausrichtung dazwischen befinden). Ein relatives Gleichgewicht dieser Kräfte gewährleistet, dass alle Kreisläufe (zum Beispiel Werden und Vergehen) funktionieren und nicht unterbrochen werden. Eine solche Unterbrechung würde mitunter zu einer weltzerstörenden Katastrophe führen.

Fazit: Dämonen und Schattenwesen sind Geister, die für notwendige destruktiv-abbauende Prozesse zuständig sind und deren Seele zum größten Teil aus Emen (die besagten dunklen Feinstoffe) besteht. Doch allein daraus kann man bei Weitem noch kein Urteil über deren Ausrichtung und Absichten bilden. Fest steht jedoch, dass ein Großteil der schadbringenden Dämonen durch das Fehlverhalten des Menschen regelrecht unbemerkt herangezüchtet wird.



Quellen:
Biedermann, Hans: Dämonen, Geister, dunkle Götter, Bindlach 1993, S.10.
Lurker, Manfred: Lexikon der Götter und Symbole der alten Ägypter, Frankfurt am Main 2005, S. 55, 56.

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