NebelALLraunen ist...

eine Fülle an Seiten und Artikeln voller vielfältigster, ungeschönter Realitäten jenseitiger, wie diesseitiger Natur... wissenschaftliche Klarheit und Offenbarung wird eins; und das ganz ohne dogmatische, monistische Absichten oder gar Absolutheitsansprüche.

Rekonstruktionalismus und Technismus lösen hier mystische Geheimniskrämerei ab.

_____________________________________________________________________________

Du bist neu hier? Eine erste Einführung hilft dir weiter!


Rekonstruierte/Experimentelle Kulte

Montag, 10. Oktober 2011

Anderswelten und jenseitige Lande

Die Anderswelt ist in der inselkeltischen Mythologie eine parellele, lokal die sichtbare Welt überschneidende, verborgene feinstoffliche Welt, in der die Geistwesen und Götter leben und in die auch die Diesseitigen unter bestimmten Bedingungen treten können. Sie ist zumeist unsichtbar und doch überall vorhanden. Ihre Portale bilden sich manchmal spontan in Nebeln oder Regenbögen. Andere Tore zur Anderswelt sind beständiger, doch keineswegs jedem Menschen zu jeder Zeit zugänglich: Sie zeigen sich in Bergen, Hügeln und spiegelnden Flächen, die jedoch nicht mit dem grobstofflichen Körper durchschritten werden können. Auch kann Trank und extatischer Tanz die Seelen in die Anderswelt führen oder sogar die Götter und Geister selbst. Derartige Schilderungen finden sich zum Beispiel in der Étaín-Sage, in der die Königin Étaín durch den Elfenfürsten Midir von Bri Leith entführt wird. Sogar der Tod ist aus der Sicht der Kelten kein Verlust oder Scheitern, sondern eine Reise, ein neues Leben in der Anderswelt.


Ähnlich sehen und sahen es zahlreiche andere polytheistische Kulturen, wie zum Beispiel die alten Germanen. Bei ihnen durchwanderten die Toten entweder das Königreich Hel oder sie stiegen, aufgrund herausragender Leistungen im Diesseits, zu glorreichen Göttern auf, die in Asgard einziehen durften und damit auch einen Platz an der großen Tafel von Walhalla erhielten, im Götterrat. Die Germanen orientierten den Aufbau des Jenseits an einer zentralen übergeordneten Struktur, der Weltenesche Yggdrasil, die aus massiven, die Welten verknüpfenden, feinstofflichen Energieströmen besteht. Auch den Kelten müssen diese Energieströme bekannt gewesen sein, da sie auch ihre Heiligtümer nach deren Knotenpunkten bzw. Verästelungen ausrichteten. Solch eine Ausrichtung ist schon allein für den Kontakt zu jenseitigen Wesen und Landen unheimlich praktisch. Zusätzlich sind auf diese Weise auch die enorm starken feinstofflichen Energien direkt verfügbar und somit rituell nutzbar. Yggdrasil lässt sehr gut eine lokale Einteilung des Andersweltlichen erkennen: Es zeigt sich an den Wurzeln eine Art Unterwelt (zu der zum Beispiel auch Hel und Svartalfheim gehören), eine Mittelwelt (Midgard – die Welt der Menschen) und eine Oberwelt (eine himmlische Sphäre zu der Orte wie Asgard, Wanaheim und Liusalfheim gehören). Auch diese grobe Dreiteilung (,wobei oft noch zusätzliche Gegenden dieser Ebenen berücksichtigt dazukommen,) ist in zahlreichen Kulturen weltweit wiederzufinden, wie zum Beispiel bei den Ägyptern im Alten Reich (Einteilung in Unterwelt, Erde und Himmel zu dem die Aufgestiegenen reisten – im Neuen Reich spielt sich das jenseitige Leben in der Unterwelt, dem Duat, ab) oder den Griechen (Hades, Reich der Schatten und Elysion). Selbst einige Beschreibungen von Orten des Jenseits ähneln oder gleichen sich (,mit leichten Abweichungen, die wohl auf subjektives Empfinden zurückzuführen sind). So haben beispielsweise die Wohnstätten und Beschreibungen der keltischen Elfen und der Lichtalben bei den Germanen erstaunliche Ähnlichkeiten.
 
Die Ägypter teilten die Unterwelt noch detaillierter als die Germanen auf: Ihre Form der Einteilung folgt dem nächtlichen Weg des Sonnengottes Ra von Osten durch 12 Regionen, mehrere Pforten, über Flüsse, Seen aus Feuer, im Kampf mit der riesigen Seeschlange Apophis (die Ähnlichkeiten mit der germanischen Jörmungand aufweist, die die Grenze zwischen Mittelwelt und Unterwelt bewacht), bis er siegreich das Reich der Seligen, Amenti, im Westen erreicht. Auch im Alten Ägypten gab es Tore vom Diesseits in die Anderswelt. Die Meisten von ihnen wurden künstlich von Menschenhand fixiert, wie die sogenannten Scheintüren in zahlreichen Grabkammern oder lange Tunnel, die tief in die Erde führen. An derartigen Orten des Übergangs gibt es auch oftmals Torhüter. Die alten Ägypter nutzen dazu zumeist an Glyphen gebundene Zauber. Doch es ist und war kulturübergreifend sehr verbreitet, dass spezielle Geistwesen diese Durchgänge bewachen. In Ägypten waren solche Hüter heiliger Orte und damit auch der Tore zum Jenseits, diverse Mischwesen, wie zum Beispiel Sphingen oder auch gewöhnlichere Tiere wie Katzen, die gebunden an lebens- und überlebensgroße Plastiken ihrer Aufgabe nachgingen und gehen.

Jede Kultur der Erde kennt und kannte jenseitige Lande, die sowohl topographische Ähnlichkeiten aufweisen, als auch allesamt von Wesen wie Riesen, Zwergen, Elfen, Drachen, riesigen Seeschlangen, schattenhaften Wesen, und ähnlichen Geschöpfen sowie auch Tieren, Pflanzen und Menschen bevölkert sind. Ihre Zugänge und Tore sind mal verborgen und wechselhaft in Erscheinungen, mal konstant und fest verankert auf Bergen, in Seen, Teichen, Inseln, Tunneln, Erdlöchern, Felsspalten, Sümpfen oder vom Menschen an Objekte (vor allem aus Stein und Kristallen) gebunden. Viele andersweltliche Dinge erscheinen dem Diesseitigen gegenteilig (aber nicht widersprüchlich, auch wenn sie einer anderen Logik gehorchen), wie ein Spiegelbild. Auch Ausmaße von Raum und Zeit gehorchen anderen Gesetzen, je nachdem wo genau man sich in ihr befindet. Feinstoffliche Energien durchströmen alle jenseitigen und diesseitigen Ebenen in mächtigen großen Strömen, sowie in kleinen Rinnsalen, wirken wie ein makrokosmischer Erdorganismus, ein Lebensbaum, ein Quell ewigen Lebens. So scheint dies alles doch ein komplexes Gefüge zu sein, von dem jede Kultur einzelne Regionen kennt, die sich auch überschneiden. Angepasst auf die individuellen jenseitigen Erfahrungen und Kontakte im Zusammenspiel mit dem alltäglichen Lebensumfeld haben sich daraus verschiedene Vergleiche und Darstellungen, nahezu unbeschreiblicher Orte, entwickelt.

Kommentare:

  1. Habe hier ein sehr interessantes Youtube-Video gefunden.

    http://www.youtube.com/watch?v=8YgBhR5rzEQ

    Klingt aber schon fast etwas zu fantastisch, also ich kanns mir nicht wirklich vorstellen...

    AntwortenLöschen
  2. Lieber anonymer Kommentator,

    ich habe mir das Video mal zu Gemüte geführt und fand es durchaus sehr gut.
    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich die Art und Weise der Wahrnehmung und Kommunikation von und mit Geistwesen so völlig bestätigen. Auch die hier besagten Arten kenne ich selbst ebenfalls. Ich bin auch voll und ganz der Überzeugung, aufgrund der Aussagen von Naturwesen, dass die heutige Lebensweise der meisten westlichen Menschen angefüllt ist mit emen und Ungleichgewicht... voll mit allem, was der Natur und uns selbst schadet. Das kann auf Dauer NICHT SO WEITERGEHEN! Wir sollten alle wieder zum Gleichgewicht mit uns selbst und unserer Umwelt finden. Wie wir das jedoch machen... da gibt es zahlreiche Wege...

    AntwortenLöschen